APHASIA von Jelena Jureša
Jelena Jureša lässt uns eintauchen in die Atmosphäre eines Nachtclubs in einer Nachkriegsregion. Plötzlich erkennt eine Frau den DJ als einen Kriegsverbrecher, der nie verurteilt wurde, und hinterfragt das kollektive Schweigen, das Verbrechen so oft umgibt. APHASIA* ist alles gleichzeitig: ein energiegeladenes Konzert, ein Archivfilm, ein DJ-Set und ein Tanzsolo, unterbrochen von den Erinnerungen der Erzählerin, die über die „Monster und uns" nachdenkt. Gemeinsam mit den Musikern Alen und Nenad Sinkauz und der Tänzerin und Schauspielerin Ivana Jozić setzt sich Jureša mit den Begriffen der Täter*innenschaft und der Mitschuld auseinander, indem sie live mit der Position der Zuschauenden experimentiert. Was bedeutet es, Zeug*in zu sein? Welche Verantwortung ergibt sich daraus? Jelena Jureša skizziert die Kriegsbilder in unseren Köpfen, ohne sie jemals auf der Leinwand zu zeigen, und zerlegt sie bis ins Detail. Geflüster, Gerüchte über Täter*innen, Kompliz*innenschaft und Gewalt; jede Revolution, jeder Genozid hat seinen Soundtrack.
Die Künstlerin und Filmemacherin Jelena Jureša wurde in Jugoslawien geboren. In ihren Filmen, Fotografien und Videoinstallationen beschäftigt sie sich mit Fragen der kulturellen Identität, des Geschlechts, des politischen Erinnerns und Vergessens und der kollektiven Gewalt. Sie stellt historische und politische Erzählungen in Frage und versucht, allgemeine Vorstellungen davon, was wahr ist, aufzubrechen. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, zum Beispiel im Argos-Zentrum für audiovisuelle Kunst in Brüssel, der Halle für Kunst & Medien in Graz und im Museum für zeitgenössische Kunst in Belgrad.
*Der medizinische Begriff Aphasie beschreibt die Unfähigkeit zu sprechen oder die richtigen Worte zu finden.
Termine und Spielort
26.06. // 19:00 – 20:15
27.06. // 19:00 – 20:15
Tickets
Eintritt: 19 Euro / 10 Euro (ermäßigt)
Informationen
Dauer: 1h 15min
Sprache: Englische und Serbo-Kroatische Lautsprache mit deutschen Übertiteln
Die Künstlerin und Filmemacherin Jelena Jureša wurde in Jugoslawien geboren. In ihren Filmen, Fotografien und Videoinstallationen beschäftigt sie sich mit Fragen der kulturellen Identität, des Geschlechts, des politischen Erinnerns und Vergessens und der kollektiven Gewalt. Sie stellt historische und politische Erzählungen in Frage und versucht, allgemeine Vorstellungen davon, was wahr ist, aufzubrechen. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, zum Beispiel im Argos-Zentrum für audiovisuelle Kunst in Brüssel, der Halle für Kunst & Medien in Graz und im Museum für zeitgenössische Kunst in Belgrad.
*Der medizinische Begriff Aphasie beschreibt die Unfähigkeit zu sprechen oder die richtigen Worte zu finden.
Termine und Spielort
26.06. // 19:00 – 20:15
27.06. // 19:00 – 20:15
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Eintritt: 19 Euro / 10 Euro (ermäßigt)
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Dauer: 1h 15min
Sprache: Englische und Serbo-Kroatische Lautsprache mit deutschen Übertiteln