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Literaturhaus Salzburg

Ein Ort für das Wort

Seit 1991 ist im stadteigenen, über 400 Jahre alten Gebäude des Eizenbergerhofs im Stadteil Lehen beim Stadtwerke-Areal das Literaturhaus Salzburg beheimatet. Aus dem anfänglichen Geheimtipp wurde inwischen längst der Ort für das Wort – in Salzburg und weit darüber hinaus.

Ein Trägerverein (mit dem „Jungen Literaturhaus“) und fünf autonome Salzburger Literaturvereine und Autorengruppen – manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt – haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum: abwechslungsreich, engagiert und professionell – nach dem Motto „Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt“.

Das zweistöckige, historisch wertvolle Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auf Anfrage vermietet werden, und Büros auch eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet) – benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron für den Platz vor dem Haus.

Kontakt

Literaturhaus Salzburg
Verein Literaturhaus
Strubergasse 23
A-5020 Salzburg

Telefon: +43 662 / 422 411
Fax: +43 662 / 422 411-13
E-Mail: info@literaturhaus-salzburg.at

Bewertungschronik

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Lesung mit Musik

Das weite Land der Seele

Lesungen mit Musik
Beteiligte: Barbara Keller, Christa Stierl, Claudia Storz, Elisabeth Wukits, Gudrun Winklhofer, Ingeborg Kraschl, Katalin Jesch, Margarita Fuchs, Michael Burgholzer, Walter Müller

Viele Literaturfreund*innen kennen die tiefgründige Metapher Schnitzlers vom „weiten Land der Seele“. Beinahe alle lieben das schöne Bild Eichendorffs, in dem die Seele ihre Flügel ausspannt, um sich ihrer Heimat zu erinnern. Für die heurige Lesung im Café Bazar haben sich Salzburger AutorInnen entsprechend einer Ausschreibung Gedanken zum Thema „Seele“ gemacht, Geschichten erzählt und Verse geformt. Ist doch die Seele – wie immer man sie definieren will – etwas Wundersames, nicht greifbar und doch überall gegenwärtig. Ohne Facetten des Seelischen wäre unser Leben banal, Kunst inexistent. Wir freuen uns auf einen vielschichtigen Text-Reigen.

Zu Allerseelen lesen Michael Burgholzer, Margarita Fuchs, Katalin Jesch, Barbara Keller, Ingeborg Kraschl, Christa Stierl, Gudrun Winklhofer, Elisabeth Wukits. Vorneweg hören Sie den dichterischen Hausherrn des Bazar, Walter Müller, der u.a. als Trauerredner Wesentliches zu sagen hat. Zudem wird Claudia Storz Erinnerungen (z.B. an Christine Haidegger) darbieten. Musikalisch begleitet werden die Vorträge vom Trio Exquisit: Zsuzsanna Kiss, Thomas Müller und Peter Reutterer.

Veranstalter: Cafe Bazar, Salzburger Autor:innengruppe (SAG)

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© Judith Stehlik
Lesung

Clemens Setz:
Mein Leben als Noiseband

Lesung & Gespräch

Der österreichische Schriftsteller Clemens J. Setz versammelt in seinem neuen Band „Mein Leben als Noiseband“ (Suhrkamp Verlag, 2026) Erzählungen über Figuren am Rand der Gesellschaft: Einzelgänger, Außenseiter, im Stillen leidende Menschen. Mit präzisen wie poetischen Alltagsbeobachtungen führen diese Personen durch verschobene Realitäten, in denen das Vertraute, das Groteske und das Obsessive umeinanderkreisen. Gewalt und Einsamkeit stehen neben Momenten unkonventioneller Zärtlichkeit sowie der Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit. Der Autor liest und spricht mit Moderator Günther Eisenhuber.

Pauls Sprache ist Noise: monströs tosende Tracks, auf denen er mit verzerrter Stimme seine Verzweiflung hinausschreit. Abseits der Bühne herrscht Leere, niemand scheint ihn und seine Lyrics zu verstehen, sein Leben verbringt er weitgehend allein. Bis auf Mark, der Teil der Band ist, sich aber immer mehr zurückzieht – und bis Paul nach einem Konzert Annika kennenlernt und sich in sie verliebt. Als sie ein Kind bekommen, lässt sein Druck nach, alles in mörderisch lauter Musik auszudrücken. Doch was bleibt jetzt noch von seiner Kunst?

Clemens J. Setz, geb. 1982 in Graz, lebt als Autor und Übersetzer in Wien. Für sein umfangreiches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Georg-Büchner-Preis (2021), dem Österreichischen Buchpreis (2023) und dem Großen Österreichischen Staatspreis (2026).

Eintritt € 12/10/8

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Führung

LEHEN SEHEN – Galeriespaziergänge

Stadtgalerie und FOTOHOF im Stadtwerk sowie die Galerie Eboran an der Ignaz-Harrer-Straße laden gemeinsam zum Galerienspaziergang durch das Viertel ein!
Unter dem Motto „Lehen sehen“, kostenlos, ungefähr einmal im Monat, ganz locker, mit Umtrunk, Fragen und Antworten, Künstlern und Werken „hautnah“ und einer Menge Infos rundherum.

Die Führung am Mittwoch, 4. November ist um 17.30 Uhr im Literaturhaus Salzburg.

Eintritt frei

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© Doro Zinn
Lesung

Irina Scherbakowa:
Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen

Lesung & Gespräch
Moderation: Eva Hausbacher

„Unser altes Leben ist (…) in Moskau geblieben. Man kann es weder wiederbeleben noch imitieren, indem man sich mit vertrauten Gegenständen umgibt. Die Spuren einer fast hundertjährigen Familiengeschichte, zumal gleich zweier Familien, lassen sich nicht in zwei Koffern verstauen.“

Irina Scherbakowa gehört zu den bedeutendsten russischen Oppositionellen. Sie ist Mitgründerin der Menschenrechts-Organisation Memorial, die 2022 mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
In „Der Schlüssel würde noch passen“ beleuchtet die Autorin die kurzen Jahre der Perestroika, des politischen Aufbruchs und der Freiheit. Sie folgt ihrer Familiengeschichte, erinnert sich an Freunde, Schriftsteller und Mitstreiter und verbindet die biografische Geschichte mit luziden Reflexionen über das scheinbar unaufhaltsame Abgleiten Russlands in die Diktatur.
Scherbakowas „Moskauer Erinnerungen“ sind dicht verwoben mit der Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert und zugleich mit ihrem lebenslangen Kampf gegen Staatsterror und für eine Kultur des Erinnerns und des Widerstands.

Irina Scherbakowa, geb. 1949 in Moskau, studierte Germanistik und Geschichte, arbeitete als Übersetzerin, Journalistin und Kulturwissenschafterin. Seit 2022 lebt sie in Deutschland im Exil. „Der Schlüssel würde noch passen“ ist im Verlag Droemer Knaur erschienen.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: prolit in Kooperation mit dem Fachbereich Slawistik

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Gespräch

Thomas Ballhausen:
Schöne neue Welten. Über Gegenwart und Zukunft literarischen Schreibens

Literaturfrühstück

Welche Entwicklungen nimmt die internationale Literatur auf formaler wie auch inhaltlicher Ebene? Wie verändern sich Recherche, Lesen und Schreiben angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen? Wie können die Künste – und insbesondere die Literatur – weiterhin Realität kritisch reflektieren, ohne ihre Eigenständigkeit einzubüßen? Fragen wie diese sind Teil der Wirklichkeit künstlerischen Arbeitens, nicht zuletzt auch an der Universität Mozarteum Salzburg. Die Antworten darauf sind so vielfältig wie die Gegenwartsliteratur: Friederike Mayröcker trifft auf neue Lyrik, Stefan Zweig auf Nachwuchsprosa, Begriffsarbeit führt zu gelebter Interdisziplinarität.
Schriftsteller und Kulturphilosoph Thomas Ballhausen widmet sich deshalb verstärkt den Verbindungen zwischen Kunst, Text und Textur: Anhand aktueller Projekte und Veröffentlichungen eröffnet er beim Literaturfrühstück einen Blick in die Werkstätten künstlerischen Arbeitens und zeigt auf, was Literatur für unsere Gegenwart bedeuten kann.

Thomas Ballhausen hat Vergleichende Literaturwissenschaft, Deutsche Philologie, Philosophie und Sprachkunst studiert. Er lehrt am Institut für Open Arts der Universität Mozarteum Salzburg und leitet die Interuniversitäre Einrichtung Wissenschaft & Kunst.

Kaffee und Kipferln ab 9.45 Uhr und solange der Vorrat reicht.

Eintritt € 9/7

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

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Lesung mit Musik

Il Corragio. Lieder und Balladen aus der Poesie von Pier Paolo Pasolini

Literarisches Konzert
Mit Fabrizio Consoli & Fausto Beccalossi

Mit Fabrizio Consoli betritt ein italienischer Sänger und Musiker im Format Gianmaria Testas die Bühne, stimmlich erinnert er an Paolo Conte. Sein Projekt „Il Coraggio“ ist mehr als eine Hommage an den berühmten Dichter und Filmregisseur Pier Paolo Pasolini, es ist eine Liebeserklärung an dessen Leben und Poesie. Gemeinsam mit dem brillanten Akkordeonisten Fausto Beccalossi begibt sich Consoli auf eine intensive Spurensuche – in einem bewegenden Live-Konzert.
Nach dem großen Erfolg der Uraufführung beim Roma Jazz Festival beschließt Consoli, die nur für diesen Abend geschriebenen Lieder als Album aufzunehmen – inspiriert von den Schriften Pasolinis, der nie davor zurückschreckte, gegen den Strom zu schwimmen. Gerade P. P. Pasolinis geistige Freiheit macht ihn für Consoli zum „jazzigsten“ unter den italienischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Der künstlerische Dialog von Consoli (Komposition, Gitarre, Stimme) und Beccalossis Improvisationskunst wurde in der italienischen Presse gefeiert als rebellisch-mutiges Werk zwischen Jazz und Poesie – passend zum Titel „Il Coraggio“ (Der Mut).

Fabrizio Consoli, geb. 1964 in Seregno/Lombardei nahe Monza, studierte Kontrabass und lebt als Komponist, Gitarrist, Sänger und Songwriter in Mailand. Für sein vielfältiges Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Fausto Beccalossi, geb. 1967 in Castenedolo/Lombardei nahe Brescia, wo er lebt. Er gilt als herausragender Akkordeon-Virtuose, veröffentlichte mehrere Alben und tritt mit Jazzgrößen wie Al Di Meola auf.

Eintritt € 25/20/15

Veranstalter: Società Dante Alighieri in Kooperation mit dem Fachbereich Romanistik, Verein Literaturhaus

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© FOTO FLAUSEN
Kabarett

Vogl-Perspektive

Benefiz-Kabarett

Win-Win: Gesundes Lachen für einen guten Zweck! Im Kabarett von Ingo Vogl läuft nichts nach Drehbuch – so auch an diesem besonderen Benefiz-Abend. Es ist absolut unabsehbar, was der bekannte Salzburger Kabarettist aus der Vog(e)l-Perspektive diesmal betrachten wird. Sowohl zum eigenen Wohlbefinden als auch für Wirkung und Nebenwirkung: Kommen. Lachen. Gutes tun.

Der Kabarett-Abend ist eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Vereins Ubuntu Craft mit Sitz in Salzburg. Ubuntu bezeichnet eine afrikanische Lebensphilosophie und bedeutet sinngemäß: „Ich bin, weil wir sind.“ Diesem Motto folgend, nähen, handwerken und upcyclen Salzburger*innen und performen Künstler*innen ehrenamtlich. Mit dem Erlös aus den Verkäufen und mit den freiwilligen Spenden als Eintritt bei Kulturveranstaltungen unterstützt Ubuntu Craft gemeinnützige Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Tansania.

Ingo Vogl, geb. 1970 in Hallein, lebt und arbeitet als Kabarettist in Salzburg mit Schwerpunkt Gesundheitsvorsorge-Kabarett. Er ist dabei v. a. in Schulen tätig und engagiert sich darüber hinaus als freiwilliges Mitglied beim Roten Kreuz in den Bereichen Rettungsdienst und psychosoziale Notfallversorgung.

Mehr Informationen auf der Homepage www.ubuntucraft.org

Eintritt freiwillige Spenden

Veranstalter: Ubuntu Craft Salzburg

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© Tobias Bohm
Lesung

Ramona de Jesús:
Zwei Quadratmeter Haut

Lesung & Gespräch

In ihrem Band „Zwei Quadratmeter Haut“ lässt Ramona de Jesús die Unordnung, die uns umgibt, produktiv werden – in einem lyrischen Sprechen, das sich Wege bahnt durch die Fülle simultaner Wirklichkeiten. In mehreren Zyklen, in Wiederholung und Variation, durchqueren die Texte des Bandes Formen des In-der-Welt-Seins, innere und äußere Realitäten laufen ineinander, Zeiten und Räume werden durchlässig, Spielarten des Möglichen, des Denkbaren scheinen auf.

Diese Gedichte sind unterwegs, sie halten sich nicht an vermeintliche Sicherheiten, sondern erkunden Zwischenräume, oft im Dialog mit anderen Künsten, anderen Stimmen und Welterfahrungen. Wie nebenbei entwirft die Lyrik von Ramona de Jesús ausdrucksstarke Bildwelten, deren Melancholie von nüchternem Witz und lakonischem Humor unterlaufen wird. So entsteht ein kaleidoskopisches lyrisches Universum, in dem selbst der Kontoauszug zur Grundlage eines poetischen Erfassens von Welt wird.

Ramona de Jesús wurde 1990 in Medellin geboren, sie wuchs in Kolumbien und Indien auf, studierte Kultur- und Literaturwissenschaft und Kreatives Schreiben in Bremen, Berlin, Buenos Aires. Ihr literarisches Debüt „Dos metros cuadrados de piel“ wurde in Kolumbien mit dem National-Preis für unveröffentlichte Lyrik ausgezeichnet und ist nun in der Übersetzung von Rike Bolte auf Deutsch im Wallstein Verlag veröffentlicht.

Eintritt frei

Veranstalter: prolit
Veranstaltungsort: Teppichgalerie Untersberger, Wolf-Dietrich-Str. 4a

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Film

Annie Ernaux – Das Ereignis

Filmclub von Madame de Lafayette bis Annie Ernaux – Französische Literatur im Film

Frankreich, 1963. Anne, eine begabte Literaturstudentin aus einfachen Verhältnissen, wird schwanger. Mit dem angestrebten akademischen Titel will Sie den Zwängen ihrer sozialen Herkunft entfliehen, doch die Geburt eines unehelichen Kindes würde diesen Traum in weite Ferne rücken. Anne muss zwischen dem sozialen Stigma der ledigen Mutter, die ihren Wunsch nach einem Leben als Autorin aufgeben muss, und einer illegalen Abtreibung wählen. Als sie sich für die Abtreibung entscheidet, beginnt für die junge Frau ein Spießrutenlauf, der mit einer Gefängnisstrafe enden könnte.

Der Film von Audrey Diwan basiert auf der gleichnamigen autobiografischen Erzählung der Nobelpreisträgerin Annie Ernaux und erinnert an eine Zeit, in der Frauen für eine Abtreibung ins Gefängnis kommen konnten, Ärzten ein Berufsverbot drohte und sogar das Werben für Verhütungsmittel strafbar war. Mit dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig ausgezeichnet, setzt die Regisseurin den radikalen Text von Ernaux empathisch und eindringlich um und verdeutlicht damit die Aktualität des Themas.

FR 2021; Regie: Audrey Diwan; Drehbuch: Audrey Diwan, Marcia Romano; Kamera: Laurent Tangy; mit: Anamaria Vartolomei, Kacey Mottet Klein, Luàna Bajrami, Pio Marmai; 100 Min.; franz. OmU

Eintritt Kartenpreise DAS KINO, Mitglieder frei

Veranstalter: Das Kino, Literaturforum Leselampe

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© Martina Weiss / Jürgen Weller / Philippe MATSAS/Leemage
Festival

Krimifest 1:
Hannes Stein, Katharina Eigner, Kristof Magnusson, Tatjana Kruse

Lesungen & Gespräche

Beim 18. Krimifest treten zwölf Autor*innen aus fünf Ländern auf. Am ersten Abend lesen vier Schriftsteller*innen aus ihren Neuerscheinungen 2026 und sprechen mit den Moderator*innen Ines Schütz, Bernhard Flieher sowie Lily und Tomas Friedmann.

In ihrem Salzburg-Krimi „Nichts verblasst für immer“ stellt Katharina Eigner atmosphärisches Landidydll und glamourösen Stadtalltag gegenüber. Da wie dort passiert Unaussprechliches hinter schönen Fassaden zwischen Pinzgau und Festspielstadt.

Die leidenschaftliche Krimikomödien-Autorin Tatjana Kruse lässt in „Wer zuerst liest, stirbt zuletzt“ eine Buchhändlerin mit Verstand und Humor ermitteln, nachdem die Polizei verdächtige Ereignisse und Todesfälle ignoriert.

Im Roman „Die Reise ans Ende der Geschichte“ des isländisch-deutschen Autors Kristof Magnusson will ein Doppelagent in Kasachstan ein letztes großes Ding drehen, während ein Dichter auf das Abenteuer seines Lebens hofft.

Hannes Stein lebt als Journalist in New York und legt mit „Das Messias-Komplott“ einen Spionageroman über Archive und Macht, Glauben und Interpretation vor – und über die Erkenntnis, dass (nicht nur in Israel) Texte gefährlicher sein können als Waffen.

Eintritt € 18/16/14, 3-Tages-Pass: € 45/40/35

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© Yuma Martellanz / Susie Knoll / Orla Connolly
Festival

Krimifest 2:
Ellen Dunne, Friedrich Ani, Marcello Simoni, Sophie Sumburane

Lesungen & Gespräche

Am 2. Krimifest-Abend treten Sophie Sumburane und Friedrich Ani aus Deutschland auf sowie die in Irland lebende österreichische Autorin Ellen Dunne und der Italiener Marcello Simoni. Moderation: Karin Buttenhauser, Manfred Mittermayer, Giorgio Simonetto und Tomas Friedmann.

Der Krimifest-Fixstarter Friedrich Ani liest seine spannende Shortstory „Felsenkeller“ (aus der Anthologie „Tatort Alpen“), die zu Weihnachten am bayerischen Kochelsee spielt.

Ellen Dunne entführt in ihrem neuen Krimi „Die schlafenden Hunde von Dublin“ zum St. Patrick’s Day 1989 nach Irland und lässt ihre Kommissarin Patsy Logan in die eigene Vergangenheit reisen.

Der ehemalige Bibliothekar und italienische Bestseller-Autor Marcello Simoni hat mit „Der Engel aus Stein“ einen historischen Krimi geschrieben. Seine mysteriöse Mordserie handelt von Dämonen und Ketzern und ist 1627 in Ferrara angesiedelt.

Im Jahr 1989 spielt auch der Roman „Keine besonderen Auffälligkeiten“ der jungen deutschen Autorin Sophie Sumburane. Sie hat den wahren Fall des letzten Serienmörders der DDR recherchiert und porträtiert eine verunsicherte Gesellschaft im Vakuum der W

Eintritt € 18/16/14, 3-Tages-Pass: € 45/40/35

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© Hans Scherhaufer / Alexander Conrads / Gaby Gerster
Festival

Krimifest 3:
Daniel Faßbender, Eva Rossmann, Oliver Bottini, Ursula Poznanski

Lesungen & Gespräche

Beim dritten Krimifest-Abend treten vier Autor*innen aus Österreich und Deutschland auf. Moderation: Manfred Mittermayer, Ines Schütz, Lily und Tomas Friedmann. Musikintros: DJ Kollektiv Tanzbar.

In seinem politisch brisanten Krimi „Die Summe aller Dinge“ erzählt Oliver Bottini meisterhaft davon, wohin ungebremste Gier führen kann: von Capri über Duisburg bis London.

Der ehemalige Profi-Surfer und Privatdetektiv Caruso gerät im Roman „Heaven’s Gate“ von Daniel Faßbender bei der Suche nach einem verschwundenen Sohn auf einer philippinischen Paradies-Insel in einen Strudel aus Drogen, Gewalt und Korruption.

Bestseller-Autorin Ursula Poznanski läuft in ihrem neuen Psychothriller „Das Signal“ zur Höchstform auf. Ihr fesselnder Roman verhandelt die Frage, wieviel Sicherheit die Technik verspricht und wie schnell sie zur Waffe werden kann.

Gesellschaftspolitisch sind die Bücher von Krimifest-Fixstarterin Eva Rossmann immer. In ihrem jüngsten Roman „Licht brennt“ recherchieren Mira Valensky und Vesna Krajner einen Mord in der Verlagsszene und untersuchen wie dieser mit dem dubiosen Lebenslauf einer amerikanischen TV-Moderatorin zusammenhängt.

Eintritt € 18/16/14, 3-Tages-Pass: € 45/40/35

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© Georgy Kardava
Lesung

Gusel Jachina:
Eisen

Filmausschnitte & Gespräch (russisch/deutsch), Lesung

1924 betritt Sergej Eisenstein zum ersten Mal einen Schneideraum. In Russland fehlt es an allem: an Drehbüchern, Regisseuren, vor allem aber an Filmmaterial. Stattdessen kauft man im Ausland. Hauptlieferant der Träume in Zelluloid sind Deutschland und die USA, aber diese Filme müssen erst „sowjetisiert“ werden. Eisenstein beherrscht diese höchst anspruchsvolle Kunst bald wie kein Zweiter. Er weiß um die Mittel des Films: Was gezeigt wird, wird geglaubt und damit zur Wahrheit. Er schafft Filme, die als Propaganda gesehen werden können und die zugleich ästhetische Meisterwerke sind.

Gusel Jachinas Romanbiografie über Sergej Eisenstein verbindet ein gründlich recherchiertes Panorama der Sowjetunion, die faszinierende Charakterstudie eines der bedeutendsten Regisseure des 20. Jahrhunderts und eine tiefgehende Reflexion über das komplexe Verhältnis von Kunst und Macht. Wir präsentieren diesen großen Roman im Wechsel von Lesung, Filmausschnitten und Gespräch. Moderiert wird der Abend von Eva Binder.

Gusel Jachina, geb. 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin tatarischer Abstammung, studierte Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Ihre Romane (u.a. „Wolgakinder“) sind vielfach übersetzt. Gusel Jachina lebt derzeit in Kasachstan. „Eisen“ ist in der Übersetzung von Helmut Ettinger im Kanon Verlag erschienen.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: prolit

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Buchskulptur von Alicia Martín
Lesung

lesenswert

Lesungen
Mit Brita Steinwendtner, Eva Löchli, Katalin Jesch, Peter Reutterer

Nach dem Erfolg mit der ersten Veranstaltung „lesenswert“ nun also eine Neuauflage.
Jede und jeder hat wohl mehrere Lieblingsbücher und -dichterInnen, auf die immer wieder gerne zurückgegriffen wird und die lebensbegleitend wurden und es blieben. Dies gilt umso mehr für Schriftsteller*innen, deren Schreiben sich nicht selten speist aus der meist täglichen Lektüre, und die in vielen Fällen Vorbilder haben, die für sie Impulsgeber sind, manchmal auch Reibebaum oder Grund, weiterzumachen und den eigenen Stil ein Leben lang zu schärfen.

Vier GAV-Mitglieder stellen an diesem Abend ihre „Heroes“ bzw. Bücher vor, ohne die sie nicht zum Schreiben gekommen wären, oder die sie seit Jahrzehnten begleiten: Katalin Jesch über Krisztina Tóth (Vertreterin der modernen ungarischen Literatur); Eva Löchli über Lili Körber (jüdische Emigrantin); Peter Reutterer über (fast vergessene) Salzburger Autor*innen; Brita Steinwendtner über Ilse Aichinger

Und natürlich ist auch das Publikum eingeladen, sich einzubringen.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: GAV Salzburg

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© Dino Bossnini
Lesung

Carolina Schutti:
Relative Ruhe

Lesung der H.C. Artmann-Stipendiatin

Carolina Schutti lebt im November als Writer-in-Residence in Salzburg – ausgezeichnet mit dem H.C. Artmann-Lyrik-Stipendium 2026 als „Autorin mit großer poetischer Kraft, atmosphärischer Stärke und unverwechselbarer Stimme“ (Begründung der Jury: Felicitas Biller, Tomas Friedmann und Clemens Peck). Nun liest die Schriftstellerin im Rahmen der Jubiläumsausstellung „More than a guest“ aus ihrem jüngsten Buch „Relative Ruhe. Eine Annäherung“ (Droschl Verlag, 2026).

Was liegt unter dem Gras, auf dem wir gehen? Welche Geschichten verschweigt, welche zeigt die Landschaft? Welchen Grad an Stütze benötigt das kollektive Gedächtnis, um immun zu werden gegen Überschreibung, Umdeutung und Vergessen? Schritt für Schritt begleiten wir das Ich dabei, wie es sich mit Menschheitsverbrechen auseinandersetzt und versucht, aus Erinnerung, Erzählung, historischen Dokumenten und eigenen Beobachtungen ein Bild zusammenzufügen, das der Vergangenheit ebenso gerecht wird wie der Gegenwart.

Carolina Schutti, geb. 1976 in Innsbruck, wo sie lebt. Sie studierte Germanistik/Anglistik sowie Konzertgitarre und absolvierte eine Gesangsausbildung. Ihr Interesse gilt besonders Hörspielen und interdisziplinären Projekten. Sie veröffentlichte etliche Bücher, die in 17 Sprachen übersetzt und ausgezeichnet wurden, u.a. 2015 mit dem EU-Literaturpreis für „einmal muss ich über weiches Gras gelaufen sein“.

Eintritt frei

Veranstalter: Kulturabteilung der Stadt Salzburg in Kooperation mit dem Literaturhaus Salzburg und der Universität Salzburg und mosaik

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Lesung

Nachhal(l)tige Geschichten

Lesungen
Mit Gudrun Eva Hagen, Wolfgang Fels, Wolfgang Kauer

Wolfgang Fels unternimmt den Versuch, hinter die Kulissen zu blicken. Durch schräge Gedankenblitze verarbeitet er ganz reale Themen – humorvoll, bissig, skurril und stets mit einem kritischen Augenzwinkern. „Und wenn Sie genau hinhören, können Sie sie vielleicht schon donnern hören …“

Gudrun Eva Hagens Text spielt in Peking, im 22. Jhdt. n. Chr.: Anhand von Ausgrabungen am Fluss Dungnao erklärt eine Professorin am Lehrstuhl für tote Sprachen und Kunstgeschichte den Untergang der westlichen Zivilisation.

Wolfgang Kauer präsentiert sein Buch „Rätselhaftes“. Zitat: „Wien 1852 … Verstaubte Zeitungsmeldungen evozieren moderne Geschichten. Man versetzt sich in die alte Zeit und ihre Denkweisen hinein, ohne sie als die gute alte Zeit zu präsentieren.“

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG)

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© Magdalena Stieb
Lesung

Aufgeblättert

Literarisches Quartett

In ihrem neuen Roman „Popóm“ (DuMont Verlag) greift die österreichische Schriftstellerin Johanna Sebauer das klassische Motiv des Doppelgängers auf. Hendrik Popóm hat sich seine Endzwanziger anders vorgestellt – nichts will ihm richtig gelingen. Doch plötzlich taucht dieser Mann – Popóm – auf. Obwohl er fast doppelt so alt ist wie Hendrik, ist er sich sicher: Dieser Mann bin ich. Ein Grenzgang zwischen Fiktion und Realität.

Die Deutsche Buchpreisträgerin Martina Hefter erzählt in ihrem Roman „Nach der Sonne schauen“ (Klett-Cotta Verlag) von einer Künstlerin, die sich aufs Land in eine umgebaute Industriehalle zurückzieht. An einem neuen Projekt arbeitend, sucht sie Abstand, nachdem eines ihrer Kunstwerke mit dem Wort „Bullshit“ besprüht wurde. Unverhofft schließt sie neue Bekanntschaften, die ihr Leben verändern: eine zugelaufene Hündin und eine Fremde.

Außerdem wird jenes deutschsprachige Buch besprochen, das mit dem Deutschen Buchpreis 2026 ausgezeichnet wird.

Aufgeblättert werden die Neuerscheinungen von Christa Gürtler (Literaturwissenschafterin), Klaus Seufer-Wasserthal (Buchhändler), Anton Thuswaldner (Literaturkritiker) und Deborah Holmes (Literaturwissenschafterin).

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Rupertus Buchhandlung

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Wettbewerb

U20 Poetry Slam

Bühne frei für junge Talente

Längst Fixpunkt für Nachwuchs-Autor:innen und Epizentrum der jungen Wortkunst: der U20 Poetry Slam im Literaturhaus! Von tiefgründiger Lyrik über humorvolles Storytelling bis hin zu rhythmischer Rap-Poesie – hier trifft rohe Energie auf geschliffene Sprache, und die nächste Generation zeigt ungeschminkt, was sie bewegt. Die Bedingungen für die Auftretenden sind:

• Alter: zwischen 14 und 20 Jahren (bis zum 21. Geburtstag)
• Zeitlimit pro Auftritt von 6 Minuten
• Vortrag eines selbstgeschriebenen Textes (od. mehrerer)
• Verzicht auf Hilfsmittel beim Vortrag
• Anmeldung unter Angabe des Geburtsdatums an: slam@literaturhaus-salzburg.at

Moderiert wird der Abend wieder von Lukas Wagner, der euch mit der nötigen Energie durch den Wettstreit führt, DJ Sticky begleitet die Veranstaltung musikalisch. Als feature außer Konkurrenz tritt Sophie Fessler auf – ihres Zeichens Gewinnerin der Poetry Slam Landesmeisterschaft Vorarlberg.

Nächster Termin: 4. März 2027

Veranstalter: erostepost, FS1, Verein Literaturhaus

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© Karel Cudlín
Lesung

Radka Denemarková: Schokoladenblut

Moderation: Dana Pfeiferová

„Der Zug zuckelt durch das neunzehnte Jahrhundert. Hin und her. Kehrt zu denselben Stationen zurück. Vor dem Fenster kurze Szenenwechsel. Die Bilder fügen sich zu einem Ganzen. Bei jeder neuen Fahrt gewinnen sie an Rhythmus und Schärfe. Der Zug ist ein Rapper.“

So beginnt das neue Meisterwerk „Schokoladenblut“ von Radka Denemarková (Ü: Eva Profousová), das die Geschichte des 19. Jahrhunderts und seiner Protagonisten erzählt: die Schriftstellerin Božena Němcová verfasst ein patriotisches Märchen, an dessen Botschaft sie selbst nicht glaubt; George Sand, ihre französische Zeitgenossin, widersetzt sich den Zwängen der Konventionen und schreibt Romane; John D. Rockefeller, der erste Milliardär der Weltgeschichte, gründet sein Imperium.
Drei Menschen, die gleichsam die Stationen des Zuges sind, der durch das 19. Jahrhundert fährt und Bezüge zur Gegenwart herstellt. Ein furioser Roman über das Schreiben als Akt des Widerstandes und einzige Möglichkeit zu überleben.

Radka Danemarková, geb. 1968, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, ihre Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Ihre neuen Romane „Schokoladenblut“ und „Kobold“ sind 2026 im Hoffmann und Campe Verlag erschienen.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

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Lesung

Yuan Mei, Dong Xi: Neue Literatur aus China

Lesungen & Gespräch (chinesisch/deutsch)

Chinesische Literatur in deutscher Übersetzung ist selten. Noch seltener kommen Schriftsteller aus China auf Lesereise nach Europa. Umso neugieriger sind wir auf die beiden renommierten Autor*innen Yuan Mei und Dong Xi. Moderation: Wang Jing (Übersetzung) und Judith Suchanek (Lesung).

Yuan Mei zeichnet in „Selbst zu den höchsten Wolken führt eine Leiter“ (Sonata Book, 2026, übersetzt von Cord Eberspächer und Beidi Meng) das Aufwachsen des Musikers und Komponisten Wencheng Qin in der Inneren Mongolei nach. In 60 kurzen Episoden verbindet sie autobiografische Elemente, ethnografische Beobachtungen und poetische Miniaturen zu einem lebendigen Porträt des Lebens in der Steppe.
Dong Xi verknüpft in seinem Roman „Echo“ (Sonata Book, 2026, übersetzt von Lucas Göpfert) kunstvoll einen Mordfall mit einer Ehekrise. Die Polizistin Ran Dongdong untersucht den brutalen Tod einer jungen Frau. Während sie den Fall rekonstruiert und auf ein Netzwerk aus Machtmissbrauch und sexueller Gewalt stößt, wird sie persönlich erschüttert durch den Verdacht, ihr Ehemann könnte sie betrügen.

YUAN Mei, geb. 1962 in Dongtai, lebt als Autorin, Künstlerin und Filmproduzentin in Beijing, sie schreibt Romane, Lyrik etc.

DONG Xi, geb. 1966, lebt als Autor und Uni-Professor in Guangxi. Sein erzählerisches Werk ist preisgekrönt und zum Teil verfilmt.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: Sonata Verlag, Universität Salzburg, Verein Literaturhaus

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© Andreas Reiberg
Lesung

Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit

„Mein Großvater ist keine literarische Figur. Er ist Leerstelle, zugleich ist er das Gegenteil, er ist ein schrecklich blinder Fleck, es will mir nicht gelingen, ihn zu stellen. Er hat keine Geschichte, also kann ich keine aus ihm machen.“

Judith Hermann verknüpft ihr Schreiben mit der langen verleugneten Geschichte ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Von dort reist sie weiter zu ihrer Schwester nach Neapel und geht Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach. Die Autorin spürt das Verdrängte, die Leerstellen unserer Gesellschaft auf. Sie erzählt ebenso magisch wie einnehmend davon, wie fragil wir uns in unseren Leben einrichten – und zeigt auch, welche Schönheit sich darin verbergen kann.
Mit ihrem Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ findet Judith Hermann einen Ausdruck für „die Sprachlosigkeit in dieser Familie […], grandios gestaltet“ (Iris Radisch, ZEIT Online)

Judith Hermann, geb. 1970 in Berlin, wo sie noch heute lebt. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter Kleist-Preis (2001) sowie Friedrich-Hölderlin-Preis (2009). „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ erschien 2026 im Fischer Verlag.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

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© Sammie Bolyos-Behr
Preisverleihung

Literaturpreisvergabe & Präsentation der Zeitschrift erostepost #72

Lesungen & Musik
Mit Kameliya Taneva, Klaus Reinhard, Lisa Bolyos, Margarita Fuchs & Felicitas Reinbacher

Das Team von erostepost lädt herzlich zur Verleihung des Literaturpreises 2026 ein.

Lisa Bolyos arbeitet als Schriftstellerin und Journalistin in Wien. Sie schreibt vor allem Sachbücher und Kurzgeschichten, im November 2026 erscheint ihr Theaterstück „Unter Häusern“ und im Jänner 2027, anlässlich des 100. Jahrestages der Morde von Schattendorf, die kollektive Anthologie „Schatten/Dorf. Prosa, Lyrik, Drama“.

Klaus Reinhard studierte Mathematik, Indologie und Iranistik in Tübingen und lebt als Clown, Schriftsteller und Vater zweier Kinder noch immer dort. Demnächst erscheint: „Khaki“ (Kurzgeschichte) in der Wettbewerbsanthologie des Mölltaler Geschichtenwettbewerbs.

Kameliya Taneva lebt in Köln und schreibt Lyrik. 2024 war sie für den 32. Open Mike nominiert und erhielt eine lobende Erwähnung. 2026 bekam sie ein Stipendium des Deutschen Preises für Nature Writing.

Heuer standen für die Jury die Pausen zwischen den Noten im Mittelpunkt: Der erostepost Literaturpreis 2026 nahm ein Zitat des Musikers Miles Davis zum Ausgangspunkt. 930 Autor:innen aus dem deutschsprachigen Raum folgten der Einladung und reichten Texte in Lyrik und Prosa ein.
In erostepost #72 erscheinen die Arbeiten der Preisträger:innen Lisa Bolyos, Klaus Reinhard und Kameliya Taneva gemeinsam mit ausgewählten Texten aus der engeren Auswahl.

Margarita Fuchs, geb. 1951 in Riedau (OÖ), ist Germanistin und Geografin. Seit 2003 veröffentlicht sie Gedichte, Kurzgeschichten, Erzählungen und Romane sowie Beiträge in Anthologien, Zeitschriften und Kunstbänden. Seit vielen Jahren ist sie Mitglied der Jury des erostepost Literaturpreises.

Felicitas Reinbacher studiert Schauspiel an der Schauspielakademie Salzburg. Sie ist amtierende Salzburg–Oberösterreich-Meisterin im Poetry-Slam. Für ihren Auftritt setzt sie sich eigens mit der Thematik rund um Miles Davis auseinander.

Eintritt € 12/10/8 inkl. Zeitschrift

Veranstalter: erostepost

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Gespräch

DOSSIER-Hinterzimmer: Wie gut schützt Salzburg Frauen vor Gewalt?

Video- Reportage & Gespräch
Mit Julia Herrnböck, Veronika Sengmüller

Von 25. November bis 10. Dezember findet weltweit die Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ statt. Die Reihe DOSSIER-HINTERZIMMER ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen des Investigativ-Journalismus und gastiert dabei erstmals live im Literaturhaus. In dieser Ausgabe geht es um die heikle Frage: Wie gut funktioniert der Gewaltschutz in Salzburg?
2026 hat das Land Salzburg den Betrieb von Schutzunterkünften für gewaltbetroffene Frauen und Kinder neu vergeben, für DOSSIER aktueller Anlass, um genau hinzusehen: Was macht wirksamen Gewaltschutz aus? Welche Rolle spielen Kosten?

DOSSIER-Redakteurin Julia Herrnböck zeigt die Videoreportage zur Recherche, für die sie u.a. das Frauenhaus Pinzgau besucht hat, und spricht mit Gästen wie der bekannten Opferschutz-Anwältin Veronika Sengmüller über die Herausforderungen im Gewaltschutz in Salzburg: Es geht u.a. um Betreuung und Qualität in Frauenhäusern, hohe Wohnkosten als Hürde für Betroffene und die Herausforderungen der Justiz im Umgang mit Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Das Format DOSSIER-Hinterzimmer ist eine regelmäßige Reihe der österreichischen Investigativ-Plattform DOSSIER, die Journalismus auf die Bühne bringt. In Hintergrund-Gesprächen berichten Journalist*innen (im Bild Julia Herrnböck) von ihren Recherchen und diskutieren mit Gästen über aktuelle Themen.

Veranstalter: DOSSIER, Verein Literaturhaus

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© Matěj Stránský
Lesung

Jáchym Topol: Die Hölle gibt es nicht

Lesung & Gespräch (tschechisch/deutsch)

„Solange der Zustand Europas zu solchen Kunstwerken anregt, ist es nicht verloren.“ (Neue Zürcher Zeitung)

Jáchym Topol ist der wohl berühmteste tschechische Autor seiner Generation. In seinem neuen Roman „Die Hölle gibt es nicht“ (Suhrkamp Verlag, 2026) erzählt er voller Komik und Verzweiflung, was aus den Hoffnungen und Träumen von 1989 geworden ist. Das Buch, eine Reise durch die Traumata Mitteleuropas, verknüpft Lebens- und Epochenkrisen, historische Schrecken mit absurder Gegenwart. Der Schriftsteller liest und spricht mit seiner Übersetzerin Eva Profousová. Auf Deutsch liest Peter Arp.

Prag, am 24. Februar 2022, dem Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine. Tom, ein alternder Journalist, bricht mit seiner Geliebten zu einem Ausflug auf. Ein südböhmisches Barockkloster verspricht Ablenkung von innerer und äußerer Konfusion: Seine Ehe ist kaputt, der Job hängt am seidenen Faden, der schwule Sohn macht ihm Sorgen. Da meldet sich die Redaktion von „Point“, einem angesagten Organ, finanziert von einem undurchsichtigen Geschäftsmann mit Verbindungen nach Russland.

Jáchym Topol, geb. 1962 in Prag, wo er als Autor von Lyrik, Prosa und Drama lebt. Er war Star des literarischen und musikalischen Undergrounds vor 1989, unterzeichnete die Charta 77 und gründete das Magazin Revolver Revue, er arbeitete u.a. als Journalist, Drehbuchautor und Songtexter, bevor er mit dem Roman „Sestra“ (1994; dt. „Die Schwester“, 1996) berühmt wurde.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: Tschechisches Zentrum, Verein Literaturhaus

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Literaturhaus Salzburg

Verein Literaturhaus

Ein Ort für das Wort



Seit 1991 ist im stadteigenen, über 400 Jahre alten Gebäude des Eizenbergerhofs im Stadteil Lehen beim Stadtwerke-Areal das Literaturhaus Salzburg beheimatet. Aus dem anfänglichen Geheimtipp wurde inwischen längst der Ort für das Wort – in Salzburg und weit darüber hinaus.



Ein Trägerverein (mit dem „Jungen Literaturhaus“) und fünf autonome Salzburger Literaturvereine und Autorengruppen – manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt – haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum: abwechslungsreich, engagiert und professionell – nach dem Motto „Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt“.



Das zweistöckige, historisch wertvolle Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auf Anfrage vermietet werden, und Büros auch eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet) – benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron für den Platz vor dem Haus.

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Bewertungen & Berichte Literaturhaus Salzburg

Literatur+Sprache / Kulturveranstaltung Literaturhaus Salzburg Salzburg, Strubergasse 23
Familie+Kinder / Kinderprogramm Junges Literaturhaus Salzburg Salzburg, Strubergasse 23
Ereignisse / Festspiele Mozartwoche Salzburg 21. bis 31.1.2027
Konzerte / Konzert Salzburger Kulturvereinigung Salzburg, Waagplatz 1a
Ereignisse / Festival Salzkammergut Festwochen Gmunden Region Gmunden
Literatur+Sprache / Festival Literaturfest Salzburg Salzburg, Hubert-Sattler-Gasse 1
Literatur+Sprache / Festival Rauriser Literaturtage Rauris, Kirchweg 3
Literatur+Sprache / Vortrag Ecowin Verlag Salzburg, Lessingstraße 6
Literatur+Sprache / Lesung Salzburger Literaturforum Leselampe Salzburg, Strubergasse 23

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