Aufführungen
| Schauspiel
In Jessica Weisskirchens Inszenierung wird das absurde Spiel über Vergänglichkeit, Macht und Kontrollverlust aus Ionescos Meisterwerk des absurden Theaters zur bitterkomischen Bestandsaufnahme unserer Gegenwart. Denn während wir gern vom Ende alter Machtfiguren sprechen, erweisen sie sich realpolitis
Der König stirbt
von Eugène Ionesco
Der König stirbt. Eigentlich ist sein Tod längst überfällig. Der Staat ruiniert, die Wirtschaft am Boden, die Außenbeziehungen zerrüttet – Zeit abzudanken und anderen das Ruder zu überlassen. Doch je dringlicher die Königinnen und der verbliebene Hofstaat versuchen, dem Herrscher die Realität näherzubringen, desto entschiedener weigert sich dieser, das Unvermeidliche zu akzeptieren. Er klammert sich an seine Rolle, seine Bedeutung, seine Sprache, während seine Welt Stück für Stück zerfällt.In Jessica Weisskirchens Inszenierung wird das absurde Spiel über Vergänglichkeit, Macht und Kontrollverlust aus Ionescos Meisterwerk des absurden Theaters zur bitterkomischen Bestandsaufnahme unserer Gegenwart. Denn während wir gern vom Ende alter Machtfiguren sprechen, erweisen sie sich realpolitis