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Schauspiel Hannover

Das Schauspiel Hannover setzt unter der Intendanz von Sonja Anders auf gesellschaftspolitisch relevante Themen und fahndet in über 30 Premieren pro Spielzeit nach neuen Utopien. Neben Klassikern prägen eine Vielzahl an Uraufführungen den Spielplan. Gespielt wird im Schauspielhaus, Cumberland, im Ballhof Eins und Zwei, aber auch an Orten jenseits der Theaterbühne.

Das Schauspielhaus mit 630 Plätzen wurde 1992 eröffnet. Dem Haus eng verbunden sind unter anderem die Regisseure Stephan Kimmig, Julia Wissert und Laura Linnenbaum. Hinzu kommen Regiehandschriften u. a. von Lilja Rupprecht, Friederike Heller, Kevin Rittberger, Anne Lenk und anderen.

Das Junge Schauspiel weitet seinen Spiel- und Wirkungsraum aus. Junge Lebenswelten sind, neben dem Ballhof, der sich in Hannovers Altstadt mit den Spielstätten Ballhof Eins und Zwei als Ort für junge Themen etabliert hat, in allen Spielstätten zu sehen, so dass sich Generationen treffen und mischen können.

Die Cumberlandsche Galerie, die bereits 1883 entstand, wird zu einem Ort der Öffnung für Künstler und Künstlerinnen aus Hannover und der Welt. Clubs, Gespräche, Partys, Lesungen, Kooperationen mit der Stadtgesellschaft finden hier Platz. Als zentrales Format lädt die künstlerische Workshop-Reihe „Universen“ Hannovers Bürger und Bürgerinnen zu einer Weiterentwicklung ihrer persönlichen Ausdrucksformen, Künsten und Sprachen ein.

Kontakt

Schauspiel Hannover
Niedersächsische Staatstheater Hannover
Prinzenstr. 9
D-30159 Hannover

Telefon: +49 (0)511-9999 00

 

Abo- und Kartenservice
(Mo–Fr 10:00–18:00 Uhr und Sa 10:00–14:00 Uhr)
Tel.: +49 511 9999 1111
E-Mail: kartenservice@staatstheater-hannover.de
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Schauspiel

Sommertheater:
Biedermann und die Brandstifter

Ein Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Eines Tages steht die mittellose Ringerin Schmitz bei Biedermanns vor der Tür. Sie erzählt dem Ehepaar von ihrer schweren Kindheit. Die beiden sind so überrumpelt, dass sie ihr kurzerhand den Dachboden als Unterschlupf anbieten. Sie können sich nicht vorstellen, dass Schmitz etwas mit den brennenden Häusern zu tun hat, die seit neuestem die Stadt in größte Unruhe versetzen. Am darauffolgenden Tag steht erneut ein Bedürftiger auf der Matte und im Handumdrehen gibt es einen zweiten Mitbewohner. Die Biedermanns sind so erfreut über ihre eigene Wohltätigkeit, dass es sie auch nicht sonderlich stört, wenn die neuen Freund:innen Benzinfässer auf den Dachboden schleppen.

Max Frisch präsentiert dem Publikum auf humorvolle Weise eine Elite, zu gemütlich und wohlhabend, um einer repressiven Bedrohung etwas entgegenzusetzen. Zu schnell wird Mensch mitschuldig, wenn die Augen vor der Wahrheit verschlossen bleiben.
1958 kam das Lehrstück ohne Lehre in Zürich zur Uraufführung. Frisch verzichtet auf einen konkreten Zeit- und Ortsbezug. Dadurch erhält das Drama eine Allgemeingültigkeit, die zu jeder Zeit wie ein Blitzlicht die Gesellschaft im Jetzt ablichtet.
Dominique Schnizer, bis 2021 Schauspieldirektor am Theater Osnabrück, gibt mit seiner Inszenierung von Biedermann und die Brandstifter sein Debüt am Schauspiel Hannover.

Regie: Dominique Schnizer
Bühne: Florence Schreiber
Kostüme: Annabelle Gotha
Musik: Christian Decker
Dramaturgie: Michael Letmathe

Infos zum Hoftheater
Bei unsicherer Wetterlage wird jeweils bis drei Stunden vor Vorstellungsbeginn entschieden, ob die Veranstaltung stattfindet. Wir informieren Sie im Falle einer Veranstaltungsabsage automatisch per E-Mail bzw. über unsere Website. Bitte bringen Sie ggf. warme und wettergeeignete Kleidung mit. Fleecedecken können bei Bedarf vor Ort zu 4,50 Euro erworben werden.

Gastronomie
Unser Catering „vomfeinsten“ bietet Ihnen ab 19:00 Uhr die Möglichkeit, sich im Theaterhof bereits vor der Vorstellung mit Speisen vom Grill und Getränken zu versorgen.

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Schauspiel

König Lear

von William Shakespeare

Premiere: 7.9.2024

„Heimtückisch, niederträchtig, unsichtbar – genau wie sie uns wollen.“

„Leider trage ich das Herz nicht auf der Zunge und die Liebe nicht auf dem Tablett“, wagt sich Cordelia ihrem Vater, König Lear, zu sagen. Dieser hatte seine drei Töchter zuvor aufgefordert, ihm ihre Liebe zu versichern, damit er Land, Macht und Verantwortung entsprechend unter ihnen aufteilen kann. Nun will er, empfindlich in seiner Eitelkeit getroffen, nur noch Regan und Goneril mit seinem Erbe betrauen, die sich in ihren Liebesbekundungen geradezu überboten hatten. In seiner Bearbeitung verschärft Thomas Melle den Konflikt um Macht und Machtentsagung im Streit zwischen den Generationen. Er bleibt dabei dicht an Shakespeares Original, spitzt jedoch die Frage zu: Ist Wandel möglich oder ist Macht ein System, dem der Mensch unabhängig von Alter und Geschlecht verfällt?

Übersetzung und Bearbeitung: Thomas Melle
Regie: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Sigi Colpe
Musik: Michael Verhovec
Dramaturgie: Lovis Fricke

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Schauspiel

Hier spricht die Polizei

Ein dokumentarisches Projekt über Sicherheit und Gewalt von werkgruppe2

Uraufführung: 7.9.2024

„Es ist kein Aufruf zum Zynismus, wenn man sagt, dass Gewalt manchmal notwendig sein kann – es ist eine Anerkennung der Geschichte, der Unvollkommenheit des Menschen und der Grenzen der Vernunft.“
Die Polizei verkörpert wie keine andere Institution das staatliche Gewaltmonopol und ist damit als einzige befugt, physischen Zwang auszuüben. Dafür kann sie weit in die durch die Verfassung geschützten Grundrechte der Bürger:innen eingreifen. So ist es auch kein Wunder, dass besonders Polizeigewalt ein immer wieder umstrittenes Feld ist, das auch von linken Stereotypen genährt und zuletzt bei Einsätzen wie der Räumung des besetzten Dorfes Lützerath massiv diskutiert wird. Trotzdem genießen Polizeibeamt:innen in weiten Teilen der Bevolkerung ein großes Vertrauen. Dieser ambivalenten Wahrnehmung soll in dem recherchebasierten Projekt von werkgruppe2 nachgegangen werden.
Das Kollektiv werkgruppe2 besteht aus Regisseurin Julia Roesler, Dramaturgin Silke Merzhäuser sowie Musikerin und Komponistin Insa Rudolph. In ihrer Arbeit widmen sie sich gewollt monoperspektivisch gesellschaftlich komplexen Themen, um die soziale Wirklichkeit von Menschen zu erzählen, die Minderheiten angehören, marginalisiert werden oder sich auf andere Weise mit Vorurteilen konfrontiert sehen. Nach einer gründlichen Phase der Recherchearbeit entsteht ein Text, der sich aus dokumentarischen und fiktionalen Bausteinen zusammensetzt und von werkgruppe2 mit professionellen Schauspieler:innen in Film und Theater erarbeitet wird.

Regie: Julia Roesler
Bühne und Kostüme: Lea Dietrich, Viva Schudt
Komposition und Musikalische Leitung: Insa Rudolph
Dramaturgie: Lovis Fricke, Silke Merzhäuser
Recherche und Text: Silke Merzhäuser, Julia Roesler

Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen und werkgruppe2

ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Die Marquise von O...

von Heinrich von Kleist

Premiere: 19.9.2024

Wie soll man leben, mit dem Wissen, dass wo die Liebe wohnt auch die Gewalt zuhause ist? Krieg, Überfall und eine Ohnmacht stehen am Beginn einer Geschichte, die vom Riss durch die Welt erzählt. Das Anwesen der Marquise von O… wird angegriffen. Sie wird bedroht, doch ein Hauptmann aus den Reihen des Feindes rettet sie. Wochen später plagen sie Unwohlsein und eine Ahnung. Nach etlichen Untersuchungen steht fest: Sie ist schwanger – ohne zu wissen, wie und durch wen. Kleist legt seine Figuren auf ein Streckbett der Empfindungen: Faktum und Bewusstsein reißen an ihnen. Das Selbst, der Andere, die Welt – alles scheint in Frage zu stehen.

Regie: Lisa Nielebock
Kostüme: Sofia Brockhausen
Dramaturgie: Nora Khuon

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Schauspiel

Betonklotz 2000

von Jona Rausch

Premiere: 20.9.2024


„Wir hassen euch nicht dafür, dass ihr uns weghaben wollt.“

Wie fühlt es sich an, in einem der größten zusammenhängenden Betonfundamente Europas – dem Hannoveraner Ihme-Zentrum – aufzuwachsen? „Eine Stadt in einer Stadt, so die Idee, viele Geschichten übereinandergestapelt.“ BETONKLOTZ 2000 erzählt die Geschichten junger Menschen, für die dieses einst als utopisches Stadtprojekt geplante Bauwerk soziale Ungerechtigkeit und Realität bedeutet. Zwischen Armut und Gentrifizierung, der Suche nach Perspektiven und der Flucht nach vorne (wo auch immer das sein mag) betrachten die Jugendlichen den Klotz und sehen: Freundschaften, Eltern, die sich bemühen, vor allem aber ein Zuhause. Die Autorin Jona Rausch widmet sich in ihrem ersten Text für die Bühne einem Gebäude, das mehr ist als ein kultiges, mittlerweile in die Jahre gekommenes Vorzeige-Bauwerk Hannovers, und lässt es lebendig werden.
Das Stück entstand im Rahmen des Hans-Gratzer-Stipendiums am Schauspielhaus Wien.

Regie: Goldie Röll
Bühne und Kostüme: Naomi Kean
Musik: Augustin Zimmer
Dramaturgie: Saskia Jabłońska

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Schauspiel

Das kunstseidene Mädchen

nach dem Roman von Irmgard Keun

Premiere: 21.9.2024

„Etwas Liebe muss schon dabei sein, wo blieben sonst die Ideale?“

Die 18-jährige Doris möchte ein Glanz werden und nicht mehr in der Provinz als Sekretärin eines aufdringlichen Rechtsanwalts arbeiten. Also zieht sie nach Berlin und erlebt dort den Rausch der ausgehenden Goldenen Zwanziger. Doris strebt nach Unabhängigkeit und Berühmtheit und stößt dabei immer wieder an die Grenzen der Konvention. Sie lässt sich auf Affären ein, versucht eine Bühnenkarriere zu starten, aber nichts gelingt. Die Schattenseiten der Metropole erwarten Doris ebenso wie das Versprechen von Ruhm und Glamour. Keun gelang mit der Erstveröffentlichung 1932 ein enormer Publikumserfolg. Heute zählt Das kunstseidene Mädchen mit seiner selbstbewussten Protagonistin zu den Klassikern der literarischen Moderne. Regisseurin Luise Voigt wird in Hannover die Widersprüchlichkeit und das Glitzern der Großstadt bildgewaltig auf die Bühne bringen.

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Schauspiel Hannover

Niedersächsische Staatstheater Hannover

Das Schauspiel Hannover setzt unter der Intendanz von Sonja Anders auf gesellschaftspolitisch relevante Themen und fahndet in über 30 Premieren pro Spielzeit nach neuen Utopien. Neben Klassikern prägen eine Vielzahl an Uraufführungen den Spielplan. Gespielt wird im Schauspielhaus, Cumberland, im Ballhof Eins und Zwei, aber auch an Orten jenseits der Theaterbühne.

Das Schauspielhaus mit 630 Plätzen wurde 1992 eröffnet. Dem Haus eng verbunden sind unter anderem die Regisseure Stephan Kimmig, Julia Wissert und Laura Linnenbaum. Hinzu kommen Regiehandschriften u. a. von Lilja Rupprecht, Friederike Heller, Kevin Rittberger, Anne Lenk und anderen.

Das Junge Schauspiel weitet seinen Spiel- und Wirkungsraum aus. Junge Lebenswelten sind, neben dem Ballhof, der sich in Hannovers Altstadt mit den Spielstätten Ballhof Eins und Zwei als Ort für junge Themen etabliert hat, in allen Spielstätten zu sehen, so dass sich Generationen treffen und mischen können.

Die Cumberlandsche Galerie, die bereits 1883 entstand, wird zu einem Ort der Öffnung für Künstler und Künstlerinnen aus Hannover und der Welt. Clubs, Gespräche, Partys, Lesungen, Kooperationen mit der Stadtgesellschaft finden hier Platz. Als zentrales Format lädt die künstlerische Workshop-Reihe „Universen“ Hannovers Bürger und Bürgerinnen zu einer Weiterentwicklung ihrer persönlichen Ausdrucksformen, Künsten und Sprachen ein.
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E-Mail: kartenservice@staatstheater-hannover.de

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Aufführungen / Oper Staatsoper Hannover Hannover, Opernplatz 1
Aufführungen / Theater Schauspiel Hannover Hannover, Prinzenstr. 9
Aufführungen / Theater Scharoun Theater Wolfsburg Wolfsburg, Klieverhagen 50
Aufführungen / Theater Theater in der List Hannover Hannover, Spichernstr. 13
Aufführungen / Theater UHU-Theater Hannover Hannover, Sophienstraße 2
Aufführungen / Performance QUARTIER Theater
Sa 20.7.2024, 19:00 Uhr
Aufführungen / Performance QUARTIER Theater
So 21.7.2024, 19:00 Uhr
Aufführungen / Theater Commedia Futura Hannover, Seilerstr. 15 F
Aufführungen / Theater die hinterbuehne Hannover, Hildesheimer Str. 39a
Aufführungen / Theater THEATER an der GLOCKSEE Hannover, Glockseestr. 35
Aufführungen / Theater Lessingtheater Wolfenbüttel Wolfenbüttel, Harztorwall 16

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