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Schauspiel Hannover

Das Schauspiel Hannover setzt unter der Intendanz von Sonja Anders auf gesellschaftspolitisch relevante Themen und fahndet in über 30 Premieren pro Spielzeit nach neuen Utopien. Neben Klassikern prägen eine Vielzahl an Uraufführungen den Spielplan. Gespielt wird im Schauspielhaus, Cumberland, im Ballhof Eins und Zwei, aber auch an Orten jenseits der Theaterbühne.

Das Schauspielhaus mit 630 Plätzen wurde 1992 eröffnet. Dem Haus eng verbunden sind unter anderem die Regisseure Stephan Kimmig, Julia Wissert und Laura Linnenbaum. Hinzu kommen Regiehandschriften u. a. von Lilja Rupprecht, Friederike Heller, Kevin Rittberger, Anne Lenk und anderen.

Das Junge Schauspiel weitet seinen Spiel- und Wirkungsraum aus. Junge Lebenswelten sind, neben dem Ballhof, der sich in Hannovers Altstadt mit den Spielstätten Ballhof Eins und Zwei als Ort für junge Themen etabliert hat, in allen Spielstätten zu sehen, so dass sich Generationen treffen und mischen können.

Die Cumberlandsche Galerie, die bereits 1883 entstand, wird zu einem Ort der Öffnung für Künstler und Künstlerinnen aus Hannover und der Welt. Clubs, Gespräche, Partys, Lesungen, Kooperationen mit der Stadtgesellschaft finden hier Platz. Als zentrales Format lädt die künstlerische Workshop-Reihe „Universen“ Hannovers Bürger und Bürgerinnen zu einer Weiterentwicklung ihrer persönlichen Ausdrucksformen, Künsten und Sprachen ein.

Kontakt

Schauspiel Hannover
Niedersächsische Staatstheater Hannover
Prinzenstr. 9
D-30159 Hannover

Telefon: +49 (0)511-9999 00

 

Abo- und Kartenservice
(Mo–Fr 10:00–18:00 Uhr und Sa 10:00–14:00 Uhr)
Tel.: +49 511 9999 1111
E-Mail: kartenservice@staatstheater-hannover.de
Bewertungschronik

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Schauspiel

Goethes Faust – Allerdings mit anderem Text und auch andere Melodie

von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk nach Johann Wolfgang von Goethe

Uraufführung: 8.3.2024

„Da kommen Sie und fragen, welche Idee ich in meinem Faust zu verkörpern gesucht. Als ob ich das selber wüsste und aussprechen könnte!“
Was Goethe selbst nicht erklären konnte oder wollte, werden nun Barbara Bürk und Clemens Sienknecht versuchen. Mit dem Untertitel Allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie haben die beiden bereits einige große Klassiker der Weltliteratur in ihr ganz eigenes Format transportiert: inhaltlich komprimiert, humorvoll dekonstruiert und liebevoll musikalisiert. In Hannover nehmen sich die beiden nach Madame Bovary (2016) nun Goethes Schwergewicht Faust vor: Ein verhängnisvoller Pakt mit dem Teufel, die Gretchenfrage und die Suche nach dem Moment des absoluten Glücks.

Regie: Barbara Bürk, Clemens Sienknecht
Bühne und Kostüme: E Anke Grot
Musik: Friedrich Paravicini
Dramaturgie: Lovis Fricke

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Performance

Breaking Point

von Alessandro Schiattarella und den Ensembles von Staatsoper und Schauspiel Hannover sowie freien Performer:innen

Uraufführung: 9.3.2024

Relaxed Performance
für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene

„Nichts über uns ohne uns!“ – Das ist seit langem eine der Forderungen von Menschen mit Behinderungen, und genauso lange kämpfen sie gegen Mauern aus Nichtwissen in der Gesellschaft. Was bedeuten Begriffe wie Ableismus, Crip Time oder Inspirationsporno? „Diese Begriffe sind zu akademisch und zu theoretisch für das Theater“, sagt die Intendantin. „Wer soll da kommen?“ – Wie aber sprechen wir über Behinderungen, wenn uns die Worte dafür fehlen? Vielleicht, indem wir sie uns schenken? Choreograf Alessandro Schiattarella und sein Ensemble feiern – angelehnt an die Nussknacker-Erzählungen von E.T.A. Hoffmann und Peter Tschaikowski – die Freude des Schenkens. In der Produktion Breaking Point erspielen sie ein neues Vokabular, mit dem sie Mauern einreißen und Brücken zwischen unterschiedlichen Erfahrungswelten bauen.
Für den in Neapel geborenen Choreografen und Regisseur Alessandro Schiattarella ist Breaking Point die zweite von ihm geleitete Produktion, die im Rahmen des JUPITER-Programms von der Kulturstiftung des Bundes am Niedersächsischen Staatstheater gefördert wird. Als Tänzer und Performer arbeitete er mit namhaften Künstler:innen zusammen. Er ist von einer seltenen Erkrankung betroffen, die ihn veranlasst, choreografische Projekte im Bereich Behinderung zu entwickeln und dabei insbesondere die „aesthetics of access“ in seine Produktionen zu integrieren. Seine Arbeiten wurden in renommierten Theatern, Kunsträumen und bei namhaften internationalen Festivals gezeigt.

Regie: Alessandro Schiattarella
Bühne: Margarete Albinger
Kostüme: Sigi Colpe
Komposition: Eugenio Fabiani
Musikalische Leitung: Maxim Böckelmann
Dramaturgie: Barbara Kantel

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Jugendprogramm

Mohameds Odyssee

Eine Held:innengeschichte von Yasmin Mowafek

für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene

Von Kairo im Jahr 1969 über Paris bis ins Deutschland der 1970er und 1980er Jahre – Ensembleschauspielerin Yasmin Mowafek erzählt die Geschichte ihres Vaters Mohamed. Zwischen Anpassung und Auflehnung, dem Scheitern und Meistern von Bürokratien, führt der Solo-Abend mit viel Humor durch die ereignisreichen Stationen auf Mohameds Reise. Doch die Suche nach einem „besseren Leben in Almanya“ macht aus dem Lebenskünstler und Familienvater vor allem eins – einen abgehärteten Menschen.
In Mohameds Odyssee reflektiert Yasmin Mowafek zusammen mit dem Regisseur Leonard Dick fast exemplarisch, inwiefern die rassistischen und klassistischen Strukturen eines Einwanderungslandes wie Deutschland (post)migrantische Lebens- und Familienidentitäten prägen. Welche Heldengeschichten werden erzählt und welche Held:innengeschichten sind ebenso heroisch, obwohl sie vielleicht eher im Verborgenen wirken?

Mohameds Odyssee entstand unter dem Titel Mohameds Reise in der Spielzeit 2022/23 am Jungen Staatstheater Karlsruhe im Rahmen der Reihe Freiräume.

Konzept und Idee: Yasmin Mowafek
Regie: Leonard Dick
Kostüme: Celine Walentowski
Musik: Andrej Agranovski
Dramaturgie: Saskia Jabłońska

ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Judas

von Lot Vekemans

Judas, ein Name der zum Inbegriff des ultimativen Verrats wurde. Die niederländische Autorin Lot Vekemans lässt ihn in ihrem Monolog zum ersten Mal selbst sprechen. Judas tritt aus dem Schatten der jahrhundertelangen Verachtung ins Rampenlicht und lässt uns teilhaben an seiner Geschichte, die wir alle zu kennen glauben und die vor mehr als 2000 Jahren begann. Er liefert uns keine Rechtfertigung, keine Entschuldigung, sondern nimmt uns mit auf seine Seite der Geschichte. Die Geschichte von Judas und Jesus, in der die Tat des Verrats neu beleuchtet wird.

Regie: Oliver Meyer
Bühne: Vanessa Maria Sgarra
Kostüme: Annabelle Gotha
Musik: Christian Decker
Dramaturgie: Melanie Hirner

ca. 1 Stunde, keine Pause

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Schauspiel

Fremd

von Michel Friedman

„Irgendwo im Nirgendwo hänge ich. Irgendwo im Nirgendwo lebe ich.“

„Irgendwo im Nirgendwo lebe ich. / Ein Zuhause? / Eine Heimat? / Was verstehen Sie darunter? / Welchen Preis zahlen sie dafür?“ Es ist ein Kind, das hier spricht. Die Welt, in der es lebt, ist ihm fremd, manchmal ist es sich sogar selbst fremd. In Frankreich ist es geboren. In den sechziger Jahren ist es nach Deutschland immigriert. Die Familie überlebte die Shoah und nun soll das Kind leben – nur wie?
Berührend und poetisch verleiht Michel Friedman den Gedemütigten und Ausgegrenzten eine Stimme. Exemplarisch greift er ein Menschenschicksal heraus, durchläuft dessen Biografie und schafft einen Text über eine Welt, in der das Fremdsein Alltag ist und das Leben darin als gefährlich empfunden wird. Es geht um Angst genauso wie um Liebe, um Einsamkeit genauso wie um die Hoffnung, sie zu überwinden. Es ist ein Plädoyer für die Differenz und gegen die Unmenschlichkeit. Und das Kind? „Das Kind – es lebt.“
Stephan Kimmig wird sich Michel Friedmans außergewöhnlichem Text annehmen und ihn mit einem vierköpfigen Ensemble erstmals auf die Bühne bringen.

Regie: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Musik: Christian Decker
Video: Mirko Borscht
Dramaturgie: Elvin İlhan

ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Nora oder Wie man das Herrenhaus kompostiert

von Sivan Ben Yishai
Deutsch von Gerhild Steinbuch

„And so We find ourselves Trying Again I found myself On the other side Typing Trying Rewriting Erasing The past.“

Zuerst ist dies die Geschichte eines Hauses. Eines Konstrukts. Es ist unser Haus. Aber es gehört uns nicht. Wir leben hier, wir dienen hier, wir dienen unserer Hausherrin. Kennen Sie sie überhaupt? Nora. Bei jeder Aufführung warten wir, bis sie es geschafft hat, sich zu emanzipieren, ihren Mann zu verlassen und die Tür hinter sich zu schließen. Dann endlich können wir unsere Schürzen ausziehen und hoffen, dass wir den letzten Bus bekommen – wer kann sich schon ein Taxi leisten? Ihre Geschichte wurde unzählige Male inszeniert, doch eine Sache scheint sich nie geändert zu haben: wir. Seit Jahrhunderten stehen wir vor Ihnen, doch Sie kennen uns noch immer nicht. Oder wissen Sie, wer Anne-Marie ist? Haben Sie mitbekommen, wie viel Geld der Paketbote bekommt und wie viel der Schauspieler, der ihn spielt? Dieser Abend wird keine weitere Überschreibung der Geschichte unserer Chefin werden, nicht noch eine. Wie wir schon sagten: Als Allererstes ist dies die Geschichte eines Hauses. Unseres Hauses.
Die preisgekrönte Autorin Sivan Ben Yishai schreibt eine Meditation über Ibsens Nora, über das Puppenhaus – aber auch das Herrinnenhaus. In der Spielzeit 2022/23 inszenierte bereits Julia Wissert in Hannover ihr Stück Liebe / Eine argumentative Übung.
Regisseurin Marie Bues wird das Auftragswerk inszenieren. Seit der Spielzeit 2023/24 ist sie neben ihrer Regietätigkeit auch Leiterin des Schauspielhauses Wien und hat sich in besonderer Weise der Erarbeitung zeitgenössischer Stoffe verschrieben. In Hannover inszenierte sie Thomas Koecks Antigone-Überschreibung und die Klimatrilogie, Kevin Rittbergers Wir sind nach dem Sturm und Wolfram Lotz' Die Politiker. Sivan Ben Yishai und Marie Bues verbindet eine lange und intensive Arbeitsbeziehung.

Regie: Marie Bues
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Sophie Klenk-Wulff
Musik: Christine Hasler
Video: Mirko Borscht
Choreografie. Bahar Meriç
Dramaturgie: Nora Khuon

ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Prima Facie

von Suzie Miller

„Ein guter Verteidiger erzählt lediglich die beste Version der Geschichte seines Mandanten.“

Tessa ist Strafverteidigerin. Und sie ist gut darin. Gut darin, Männer zu verteidigen, die wegen sexueller Übergriffe vor Gericht stehen. Ihr geht es darum, die juristische Wahrheit herauszufinden und weniger um die Moral: Sie muss die angeklagten Männer erfolgreich rausboxen. In ihrem Beruf steht Wort gegen Wort. Seit dem Jurastudium hat Tessa das Gefühl, sich beweisen zu müssen: Eine:r von dreien werde den Abschluss nicht schaffen, wurde den angehenden Jurist:innen zu Beginn des Studiums prophezeit. Trotz ihres weniger privilegierten Hintergrunds ist es Tessa gelungen, sich durchzukämpfen, und auf ihre Hartnäckigkeit ist sie stolz. Hinter ihre Fassade lässt sie selten blicken. Aber dann ist da ihr Kollege Julian. Und eine Nacht mit ihm, nach der Tessa auf der anderen Seite des Gerichtssaals steht. Sie will kein Opfer sein, aber das Recht, dessen Spielraum sie so lange genutzt hat, scheint dieses Mal nicht auf ihrer Seite. Stattdessen wird ihre Glaubwürdigkeit in Frage gestellt, bis sie selbst anfängt, ihre Wahrnehmung der Ereignisse anzuzweifeln.
Tessa muss sich dem Kreuzverhör stellen und beginnt, alles zu hinterfragen. Wie kann sie aus einem System ausbrechen, in dem die Erfahrungen von Frauen immer noch nicht gehört werden? Ein System, in dem Gewalt gegen Frauen Alltag ist, und in dem die MeToo-Bewegung zu einer Abwehrreaktion der etablierten patriarchalen Macht geführt hat? Mit diesem, ihrem Prozess verändert sich Tessas Sicht auf die Rechtsprechung und auf das Verhältnis zwischen denen, die Gewalt ausüben, und jenen, denen Gewalt angetan wird. Nichts kann mehr so sein, wie es vorher war.
Suzie Millers Monolog, der mit großem Erfolg am Londoner West End lief, ist eine aktuelle und schonungslose Befragung des Konflikts zwischen Integrität, Wahrheit und Gesetz. Mit Prima Facie inszeniert Regisseurin Seline Seidler ihr Debüt im Ballhof Eins.

Regie: Seline Seidler
Bühne: Florence Schreiber
Kostüme: Sarah Meischein
Musik: Lila-Zoé Krauß
Dramaturgie: Vanessa Hartmann

ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Blutbuch

nach dem Roman von Kim de l’Horizon

„Wenn ich an dich denke, denke ich an all die Dinge, die wir uns nie sagen konnten und nie sagen können.“

Bisher erzählte immer Großmutter die Familiengeschichten. Aber sind sie wirklich so passiert? Oder hat die meist mies gelaunte alte Dame die Vergangenheit so gefärbt, wie sie es wollte? Jetzt, wo ihre Erinnerungen allmählich verblassen, ist es für die Hauptfigur in Blutbuch an der Zeit, selbst in die Geschehnisse einzutauchen. Eine turbulente Odyssee durch ihre eigene Biografie beginnt. Dabei stößt sie auf Ereignisse, die aufwühlen, an die sie nicht erinnert werden möchte. Doch immer wenn ein warmer Sommerwind durch die Blutbuche im Garten weht, schöpft sie wieder Kraft und schreibt die Familiengeschichte neu. Ihre Version der Geschichte. Früher fühlte sich ihr eigener Körper fremd an, wie abkoppelt von dem Selbst. Heute identifiziert sie sich als nicht binär. Ihr neugewonnenes Bewusstsein bietet ihrem Körper zum ersten Mal ein Zuhause.
Kim de l’Horizons unter anderem mit dem Deutschen und dem Schweizer Buchpreis prämierter Debütroman gleicht formal und inhaltlich einem Kaleidoskop, so schimmernd und kontrastreich, wie Persönlichkeiten es sind, die das Schubladendenken als obsolet entlarven.
Blutbuch ist die dritte Arbeit des Regisseurs und Bühnenbildners Ran Chai Bar-zvi am Schauspiel Hannover. Wie Kim de l’Horizons Versuch, alte Zuschreibungen zu durchbrechen und neue Möglichkeitsräume zu öffnen, wird die Inszenierung von Ran Chai Bar-zvi durch die Genres springen und nach neuen Erzählformen forschen.

Regie: Ran Chai Bar-zvi
Bühne: Ran Chai Bar-zvi
Kostüme: Rahel Künzi
Video: Pata Popov
Dramaturgie: Michael Letmathe

ca. 2 Stunden, keine Pause

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Schauspiel

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

von Edward Albee

„Hier geht’s manchmal ziemlich zu.“

Es ist zwei Uhr nachts. Der Geschichtsprofessor George und seine Frau Martha kehren von einer der üblichen Meet & Greet Partys des Universitätsdekans heim. Spontan hat Martha noch ein junges Paar eingeladen: den Biologieprofessor Nick und seine Frau Putzi. Beide neu an der Uni und ahnungslos gegenüber den Abgründen, die sich ihnen an diesem Abend offenbaren werden, treten sie ein in die Ehehölle Marthas und Georges. Durch viel Alkohol angeheizt, beginnt deren kreative Paar-Performance – fulminant in ihrer Wut, rührend in ihrer Traurigkeit und uneinholbar in ihrer Unverschämtheit und ihrem Witz.

Nach Nackt über Berlin von Axel Ranisch (2019/20), Monte Rosa von Theresa Dopler (2021/22) und Shakespeares Richard III. (2023/24) ist Wer hat Angst vor Virginia Woolf? von Edward Albee die vierte Arbeit von Matthias Rippert, der in seinen Inszenierungen stets das Komische in der Katastrophe sucht, hier am Schauspiel Hannover.

Regie: Matthias Rippert
Bühne: Fabian Liszt
Kostüme: Johanna Lakner
Musik: Robert Pawliczek
Dramaturgie: Barbara Kantel

ca. 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause

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Jugendprogramm

Leyla. Fragmente

Eine Stückentwicklung von Miriam Ibrahim
mit Texten von Fatima Moumouni

für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene

„I am not free while any woman is unfree, even when her shackles are very different from my own.“

Wen darf ich lieben? Wie mich in meiner Lust ausdrücken? Wer bestimmt über meinen Körper? Wer will ich sein und kann ich hier wirklich ich sein? Leyla sind viele. Leyla liebt. Leyla lacht und weint. Leyla ist voller Mut und Angst. Voller Lust und Scham zugleich.
In der zweiten Inszenierung von Miriam Ibrahim am Schauspiel Hannover geht es wieder um die Suche und Stärkung der eigenen Identität. Es geht um Intersektionalität und um das Dazwischensein, also darum, dass man sich innerhalb der gesellschaftlichen Normen nicht zuhause oder willkommen fühlt, und um den Versuch, trotzdem den eigenen, selbstbestimmten Platz zu finden. In dieser Stückentwicklung stehen die Themen Religion, Glaube, Kultur, Gender, Race, Sexualität und Körper auf dem Tagesplan der Auseinandersetzung.

ca. 1 Stunde, keine Pause

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Schauspiel

Richard III.

nach William Shakespeare
in einer Bearbeitung von Michel Decar

Richard ist hässlich und verhasst. Dank einiger Morde, die er für seinen Bruder Edward während der Rosenkriege geleistet hat, ist dieser nun König. Für Richard hingegen bringt das Ende des Krieges keinen Frieden. Sein Hass auf die Gesellschaft sitzt zu tief. Und so tut er, was er am besten kann und mordet weiter. Sein Ziel: die Krone. Wenn er schon nicht Teil der Gesellschaft werden darf, will er sie wenigstens beherrschen. Kaltblütig und machtgierig räumt er alle aus dem Weg, die ihn daran hindern. Er weiß um die Manipulierbarkeit der Menschen und nutzt dieses Wissen – hellsichtig, heuchlerisch, verführerisch. In dieser Symbiose von moralischer Skrupellosigkeit und intellektueller wie sprachlicher Überlegenheit liegt auch seine Faszination, nicht nur für seine Mitläufer:innen und Feind:innen, sondern auch für das Publikum.

Autor, Regisseur und Filmemacher Michel Decar wird sich Shakespeares berühmtem Bösewicht in einer Bearbeitung annehmen. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet (u.a. mit dem Kleistförderpreis und dem Brüder-Grimm-Preis) und seine Theaterstücke an über 50 Theatern im In- und Ausland gespielt. Die Zusammenarbeit zwischen Michel Decar und Regisseur Matthias Rippert begann bereits während des Studiums. Gleich zwei Arbeiten des Autorenduos Nolte Decar wurden in dieser Zeit von Rippert auf die Bühne gebracht: Maggie T und Der Volkshai. Die letztgenannte Inszenierung wurde mit dem Preis der Körber-Stiftung Junge Regie prämiert.

Regisseur Matthias Rippert arbeitet u.a. am Deutschen Theater Berlin, Burgtheater Wien, Residenztheater München, Saarländischen Staatstheater, Landestheater Linz und Staatstheater Braunschweig. Am Schauspiel Hannover inszenierte er Nackt über Berlin von Axel Ranisch sowie Monte Rosa von Teresa Dopler, mit dem er zu den Mülheimer Theatertagen Stücke eingeladen wurde.

Regie: Matthias Rippert
Bühne: Fabian Liszt
Kostüme: Johanna Lakner
Musik: Robert Pawliczek
Dramaturgie: Barbara Kantel

ca. 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause

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Schauspiel

Die Wut, die bleibt

nach dem Roman von Mareike Fallwickl
Koproduktion mit den Salzburger Festspielen

Helene tut das Unfassbare: Wortlos steht sie vom Abendessen auf und stürzt sich vom Balkon. Ihre Familie steht unter Schock. Sarah, Helenes beste Freundin, möchte helfen und wird zur Stütze für den völlig überforderten Vater Johannes – nur, bis alle wieder festen Boden unter den Füßen haben. Denkt sie. Doch die Monate verstreichen. Sarahs eigenes Leben gerät wie selbstverständlich in den Hintergrund, und das brodelnde Gefühl der Wut bahnt sich den Weg an die Oberfläche. Lola, Helenes Tochter, fühlt diese Wut noch stärker, ihre Anklage richtet sich gegen das Patriarchat an sich. Sie macht das System für den Tod ihrer Mutter verantwortlich und beschließt, dem übermächtigen Gegner den Kampf anzusagen.

Es ist nicht das eine große und erschütternde Ereignis, das Mareike Fallwickls Protagonistin in Die Wut, die bleibt zu ihrer fast unglaublichen Tat treibt, sondern das ganz Alltägliche. Die Summe aus Überforderung, Einsamkeit, gesellschaftlicher Anforderung und Konditionierung, das fortwährende Überschreiten der eigenen Belastungsgrenze, das wohl viele Mütter gut nachvollziehen können. Radikal und erschütternd spannt Autorin Mareike Fallwickl einen großen Bogen über das moderne Frausein: von Mutterschaft zur Frage nach Kinderwunsch über den Gender-Care-Gap und den zerstörerischen Anspruch, allen Rollenmustern und Erwartungen gerecht werden zu müssen, hin zu einer jungen Generation, die bereit ist, all diese vermeintlichen Selbstverständlichkeiten über Bord zu werfen und zu befragen, was es heißt, heute eine Frau* zu sein und wie es gelingen könnte, mit althergebrachten Mustern zu brechen.

Jorinde Dröse arbeitete von 2002 bis 2016 als Regisseurin an verschiedenen deutschsprachigen Theatern, u.a. dem Schauspiel Frankfurt, den Münchner Kammerspielen, dem Schauspielhaus Bochum, dem Thalia Theater Hamburg und dem Maxim Gorki Theater, wo sie 2010–2013 Hausregisseurin war. Seit 2009 arbeitet Jorinde Dröse als Mutter und war 2017–2021 als Waldpädagogin und Homeschooling-Teacher tätig. Im Jahr 2022 nahm Jorinde Dröse ihre Arbeit als Regisseurin wieder auf und inszeniert nun erstmals am Schauspiel Hannover.

Regie: Jorinde Dröse
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Juliane Kalkowski
Musik: Jörg Kleemann
Choreografie: Suzan Demircan
Dramaturgie: Johanna Vater

ca. 2 Stunden, keine Pause

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Schauspiel

Vor dem Fest

nach dem Roman von Saša Stanišić

„Der Fährmann hat mal erzählt, es gäbe im Dorf jemanden, der mehr Erinnerungen von anderen Leuten besitze als eigene.“

Im uckermärkischen Fürstenfelde wird mehr gestorben, als dass Neues nachwächst, und wer kann, sucht am besten gleich sein Glück an einem anderen Ort. Die Dagebliebenen treffen sich in Ullis Garage und erzählen sich Geschichten von früher. Doch diese Nacht vor dem alljährlichen Annenfest soll keineswegs ruhig verlaufen. Voller Liebe und Zartheit entwirft Buchpreisträger Stanišić zwischen Sagen und Märchen die Biografie eines Dorfes und seiner Bewohner:innen, traurig und berührend, kraftvoll und verloren.

Regie: Lars-Ole Walburg
Bühne: Robert Schweer
Kostüme: Nina Gundlach
Musik: Lars Wittershagen
Dramaturgie: Johanna Vater
Live-Musiker: Lars Wittershagen

ca. 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Luft

Eine musikalische Ode an den Odem
von Anja Herden

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Atemzug? Als Sie den schützenden Mutterleib verließen, um in all die unüberschaubaren und mitunter scheinbar unüberwindbaren Herausforderungen eines Lebens einzutauchen? Wahrscheinlich nicht. Niemand kann sich daran erinnern. Nicht an den ersten Schrei, nicht an den Ursprung allen Seins.
Aber vielleicht sollten wir uns erinnern. Daran, dass es Luft braucht, um uns mitten ins pralle Leben zu werfen. Ein wenig nur. Ein Atemzug. Kein angstvolles Schnappen. Kein hektisches Hecheln. Nein, tief Luft holen, um „zu sein“. „Da-zu-sein“, um den ganz großen und den ganz kleinen Ängsten, die uns alltäglich beherrschen, etwas entgegenzusetzen. Einmal gemeinsam Atem holen und ansingen, gegen all das, was uns den Atem nimmt. Die Flügel ausbreiten und eintauchen in alles, was die Musik hergibt: von Wagner bis AC/DC, von Peter Alexander bis Billie Eilish. Tief durchatmen und für einen Moment abheben, um sich fallen zu lassen!
Anja Herden ist seit 2019 Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover. Als Gastdozentin arbeitet sie seit 2020 am Thomas-Bernhard-Institut der Universität Mozarteum in Salzburg, wo sie auch Regie führt. Luft ist ihre erste Regiearbeit am Schauspiel Hannover. Christian Decker studierte Kontrabass und E-Bass an den Musikhochschulen Hannover und Hamburg und arbeitet als freischaffender Musiker im Studio und auf der Bühne, unter anderem als musikalischer Leiter für All das Schöne am Schauspiel Hannover.

Regie: Anja Herden
Musikalische Leitung: Christian Decker, Lutz Krajenski
Bühne: Florence Schreiber
Kostüme: Annabelle Gotha
Dramaturgie: Johanna Vater
Live-Musik Lutz Krajenski, Dominik Decker, Christian Decker
Schlagwerk Kristof Hinz

ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

zwei herren von real madrid

von Leo Meier

„Wo schauen Sie hin, wenn Sie ein Tor machen, wenn ich fragen darf?“
Im Wald begegnen sich zwei Herren. Eigentlich wollten beide allein die Ruhe genießen. Doch wo sie nun schon mal zu zweit sind, kommen sie ins Gespräch. Sie finden heraus, dass sie beide Profifußballspieler sind. Der eine ist Stürmer, der andere Mittelfeldspieler. Was für ein herrlicher Zufall: Sie spielen beide für Real Madrid. Und weil man einander so sympathisch findet, lädt der Stürmer zum Weihnachtsfest ins Elternhaus ein. Bei einer Beerdigung kommen sie sich näher und der erste Kuss geht direkt durch ein heimlich geschossenes Foto viral. Natürlich stehen die beiden bei einer Pressekonferenz von Real Madrid im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Als auch noch herauszukommen droht, dass der Stürmer ein Angebot von Paris Saint-Germain hat, springt ihnen der weltberühmte Verteidiger Sergio Ramos zur Seite.
Der junge Autor Leo Meier zelebriert eine utopische, bejahende Version unserer Gesellschaft und entwirft auf humorvolle Weise eine Welt, in der es völlig normal ist, dass man mit dem Drachen zum Training fliegt und sich Fußballer ganz selbstverständlich ineinander verlieben.
Leo Meier wurde mit zwei herren von real madrid 2022 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen und gewann dort den Publikums- und Hörspielpreis.
Der mehrfach zu Theaterfestivals eingeladene und ausgezeichnete Regisseur Ronny Jakubaschk inszenierte bereits Was ihr wollt (2021) im Theaterhof, Das Vermächtnis von Matthew Lopez (2022) und Der Schimmelreiter (2023) am Schauspiel Hannover.

Regie: Ronny Jakubaschk
Bühne: Heiko Kalmbach, Marina Stefan
Kostüme: Anne Buffetrille
Musik: Jörg Kunze
Video: Heiko Kalmbach
Dramaturgie: Michael Letmathe

ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Der kleine Prinz

nach dem Roman von Antoine de Saint-Exupéry

Mitten in der Sahara stürzt ein Flugzeug ab. Sein Pilot überlebt. Nun sitzt er in der Wüste. Da gesellt sich ein Kind von einem fremden Planeten zu ihm – der kleine Prinz. Im Streit hat er seinen Heimatplaneten verlassen und bereist nun das Weltall. Hier begegnet er Gestalten, deren Sehnsüchte Geld, Herrschaft, Rausch oder Bewunderung sind. „Die großen Leute sind entschieden sehr verwunderlich …“, stellt er daraufhin fest und bleibt fremd in diesem Kosmos. Ein dunkles Universum offenbart sich uns und ihm.
Es ist die Geschichte eines Wesens, das sich wundern kann und das der allgegenwärtigen Verlorenheit und Hoffnungslosigkeit etwas entgegenzusetzen hat. Vielleicht ist der kleine Prinz der Freund, den wir uns erfinden müssen, um in unserer Welt zu überleben.
Lilja Rupprecht wird die Erzählung als ein berührendes Endzeitdrama für Erwachsene inszenieren. Mit Werther, Woyzeck und Peer Gynt erarbeitete sie für Hannover schon große Befrager unserer Wirklichkeit. Mit dem kleinen Prinzen fügt sie dieser Reihe einen Suchenden besonderer Art hinzu: Verloren und gleichsam verbunden mit der Welt ist er – ausgestattet mit einer Vorstellungskraft, die uns mitnimmt in unbekannte Gefilde der Seele.

Regie: Lilja Rupprecht
Bühne: Holger Pohl
Kostüme: Christina Schmitt
Musik: Philipp Rohmer
Video: Rebecca Riedel
Chorleitung: Bernd Freytag
Dramaturgie: Nora Khuon

ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren

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3 Schauspiel

Ein Mann seiner Klasse

nach dem Roman von Christian Baron

Christian und sein Bruder Benny ziehen die Bettdecken über die Köpfe und halten die Luft an, wenn drüben der Vater die Mutter gegen die Wand schleudert. Die Gewalt ist zur Normalität geworden, genauso wie die Armut, in der sie leben, und der Reflex, nichts nach außen dringen zu lassen, bloß nicht aufzufallen. Die Wutausbrüche des trinkenden Vaters sind unberechenbar und exzessiv, und doch hofft Christian immer, dass er bleibt. Er schaut auf zu dem Mann, der eine Waschmaschine alleine in den vierten Stock tragen kann und die Familie davor beschützt, im Kalkofen zu landen, dem Viertel, in dem die wohnen, denen es noch schlechter geht. Unter den abfälligen Blicken der Nachbarn scheint die Zukunft der Kinder bereits vorgezeichnet. Als die Mutter ernsthaft erkrankt, schreitet eine couragierte Tante ein und die Dinge beginnen sich zu verändern.
Als einer, der davonkam, blickt Autor Christian Baron in seinem 2020 erschienenen Debütroman zurück auf eine Arbeiterkindheit in Kaiserslautern und stellt die Frage, wer oder was seinen Vater zu dem machte, der er war. Baron erzählt von skandalöser Armut in einem reichen Land, von den wirkungsvollen Mechanismen der Ausgrenzung, vom Ringen um Stolz und Würde und hält dem Hohn der Gesellschaft eine berührende Familienbiografie entgegen.
Lukas Holzhausen ist Schauspieler und Regisseur. Seit der Spielzeit 2019/20 ist er fest im Ensemble des Schauspiel Hannover, hier inszeniert er in dieser Spielzeit außerdem Dostojewskis Aufzeichnungen aus dem Kellerloch. Bei nassem Schnee.

Regie: Lukas Holzhausen
Bühne und Kostüme: Katja Haß
Musik: Robert Pawliczek
Dramaturgie: Annika Henrich

ca. 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause

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Jugendprogramm

Die Höhle auf Erden

von Antje Pfundtner und Ensemble

für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene

Zuhause verbinden wir mit Ritualen. Etwas, an das wir gewohnt sind. Gewohnt kommt von wohnen. Gewöhnlich auch. Besser man hat ein Zuhause, in dem man es heimelig hat, auch wenn es einem manchmal ein wenig unheimlich ist. Einen Ort, der neu geschaffen wurde oder der vielleicht einmal unbewohnt war oder gar von jemand anderem zuvor bewohnt wurde. Aber wenn man einzieht, macht man ihn sich zu eigen. Jetzt ist er besetzt. Hat besetzen mit besitzen zu tun? Nehme ich jemandem etwas weg, wenn ich etwas besetze? Und habe ich das Recht dazu?
Feinsinnig verhandeln Antje Pfundtner und ihr Ensemble die Möglichkeiten und Beziehungen vom Heimischen zum Unheimischen, zelebrieren die Zusammenkunft und ihre Heimsuchung und überlegen, ob der eigene Körper nicht auch ein Zuhause sein kann.
Antje Pfundtner ist Tänzerin und Choreografin. Mit ihrem Arbeitszusammenschluss Antje Pfundtner in Gesellschaft (APiG) produziert sie Bühnenstücke und initiiert kollaborative Räume. Für ihre Produktion Ich bin nicht du bekam Pfundtner 2020 den FAUST-Preis in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“. Die Höhle auf Erden ist ihre erste Arbeit am Schauspiel Hannover.

Regie: Antje Pfundtner
Bühne: Irene Pätzug
Kostüme: Yvonne Marcour
Musikalische Leitung: Nikolaus Woernle
Dramaturgie: Barbara Kantel, Anne Kersting

für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
ca. 1 Stunde 10 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Woyzeck

von Georg Büchner

Woyzeck – „guter Kerl und armer Teufel“ – ist Soldat und verfügt über ein geringes Auskommen. Er bessert es auf, indem er seinen Hauptmann rasiert und sich der Wissenschaft als Versuchsobjekt zur Verfügung stellt. Denn da sind Marie und sein uneheliches Kind Christian, die versorgt sein wollen. Als ihn Marie betrügt, brechen Angst, Trieb und Hass aus ihm hervor, und er ersticht sie.
„Jeder Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt einem, wenn man hinabsieht“, lässt Büchner seinen Woyzeck erkennen und liefert ihm damit die Einsicht in die Spannung, der er selbst ausgesetzt ist. Woyzeck scheitert gnadenlos an seinem Versuch, ein guter Mensch zu sein. Das System, in das er hineingeboren wurde, ist eines der Gewalt. Alle unterliegen ihr. Woyzeck ist kein Einzelfall, sondern Sinnbild eines zutiefst menschlichen Dilemmas. Opfer und Täter zugleich, befindet er sich im Zirkel der Gewalt, unfähig sich daraus zu lösen, und setzt fort, was er erfahren hat. Dabei stattet Büchner ihn und die anderen Figuren mit einer rohen, kraftvollen und bedingungslosen Sprache aus, die berührt und mitnimmt wie die Geschichte selbst.
Lilja Rupprecht bohrt sich in ihren Arbeiten in die Gefühlswelten ihrer Figuren hinein und sucht gleichsam mit Kraft und Zartheit nach ihren inneren Notwendigkeiten, um sie spürbar werden zu lassen. Nach Werther ist Woyzeck ihre zweite Premiere am Schauspiel Hannover. In der Titelrolle steht Sebastian Nakajew auf der Bühne.

Regie: Lilja Rupprecht
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Geraldine Arnold
Musik: Romain Frequency
Video: Moritz Grewenig
Live-Kamera: Tobias Haupt
Dramaturgie: Nora Khuon

ca. 1 Stunde 5 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Der Nackte Wahnsinn

von Michael Frayn

Wir befinden uns im Grand Theatre in Westonsuper-Mare. Es ist der 14. Januar, kurz nach Mitternacht, ein Tag vor der Premiere von Nackte Tatsachen, die Generalprobe läuft. Texthänger, Türen klemmen, Requisitenchaos, verlorene Kontaktlinsen, volltrunkene Schauspielende – Regisseur Lloyd Dallas und seine Darsteller:innen sind verzweifelt. Denn die nackten Tatsachen des Stücks machen den Entblößungen hinter der Bühne Platz: Kulissengetuschel und Liebesverwirrung, Verwaltungshorror und Befindlichkeiten. Was für die Beteiligten ein Albtraum ist, wird für das Publikum zum turbulenten Komödienchaos. In drei Varianten sieht es immer wieder nur den ersten Akt: zunächst die Probe, dann eine der ersten Vorstellungen – hier dürfen die Zuschauer:innen die Seite wechseln und das Ganze backstage verfolgen – und schließlich eine desolate Aufführung zum überfälligen Ende der Tournee. „Von hinten war es lustiger als von vorne“, sagte Michael Frayn, als er von der Seitenbühne die Aufführung seines Stückes Chinamen sah. Von diesem Erlebnis inspiriert, begann er 1982 die Komödie Der nackte Wahnsinn zu schreiben und dabei eine Schauspieltruppe zu entwerfen, die um das Gelingen des Abends ringt, als ginge es um Leben und Tod. Anne Lenk, zuletzt führte sie bei Molières Der eingebildete Kranke in Hannover Regie, wird den irrwitzigen Kampf ums (Bühnen-) Überleben samt großem Glauben an Leben und Theater inszenieren, getreu dem Motto des Stücks: „Morgen ist Premiere, wir hatten nur vierzehn Tage zum Probieren, wir wissen überhaupt nicht, wo’s langgeht, aber mein Gott, seien wir ehrlich, wer weiß das schon.“

Regie: Anne Lenk
Bühne: Judith Oswald
Kostüme: Sibylle Wallum
Musik: Carolina Bigge
Dramaturgie: Nora Khuon

ca. 3 Stunden 10 Minuten, eine Pause

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Kindertheater

Hex. Dornröschen im Feenwald

Familienstück nach einer Adaption von Dornröschen von Rufus Norris und Tanya Ronder / Originalkonzept von Katrina Lindsay und Rufus Norris
für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene

„Die ganze Zeit habe ich versucht, dich dazu zu bringen, mich zu brauchen, obwohl ich eigentlich dich brauchte.“

Feen sind elegante und feinsinnige Wesen, die über den Baumwipfeln leben – bis auf eine: Fairy hat keine Flügel, wohnt alleine unten im Wald und hat ganz eigene Vorstellungen davon, wie man Wünsche erfüllt. Schwirrende Insekten, Geburt und Tod gehören für Fairy genauso zum Kreislauf der Natur wie schöne Blumen und romantische Gefühle. Sie würde so gerne zu den anderen Feen dazugehören, doch diese blicken verächtlich von oben auf sie herab.
Als Sekretär Smith im Wald nach einer Fee sucht, die der neugeborenen Prinzessin Rose beim Einschlafen helfen soll, trifft er auf Fairy. Damit sie wie eine „richtige“ Fee wirkt, klebt er ihr Flügel an und nimmt sie mit in den Palast. Von nun an geht alles schief. Provoziert durch die übernächtigte Königin, misslingt Fairys Wunschzauber und Prinzessin Rose fällt noch vor ihrem 16. Geburtstag in einen sehr langen Schlaf. Bewacht wird sie von stechlustigen Dornen, die jeden Prinzen, der versucht zu Rose zu gelangen, ebenfalls mit einem Schlafbann belegen. Es braucht also einen ganz besonderen Prinzen! Fairy, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, alles wieder zurechtzubiegen, stürzt sich in ein wildes, hundertjähriges Abenteuer und findet dabei vielleicht die Lösung für mehr als nur ein Problem.

Regie: Katharina Birch
Bühne und Kostüme: Georg & Paul
Musik: Lars Ehrhardt
Dramaturgie: Lovis Fricke

ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

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Jugendprogramm

I am.We are

Their wildest dreams
Ein Projekt von Mable Preach

für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene

Was ist nur los auf dieser Welt? Wir stapfen über ihre ruinöse Haut, besiedelt von Kriegen und Konflikten, und sehen, dass es so nicht weitergehen kann. Wir müssen handeln! Nur wie? Widerständig denken, fantasieren, eine andere Welt entwerfen, um die Zukunft zu retten? Bestimmt. Ganz aus dem Nichts? Ist gar nicht nötig. Die Vergangenheit hält eine Geschichte von Empowerment, Visionen und Widerstand bereit. In manchen Punkten müssen wir sie verwerfen, an anderen können wir anknüpfen. Also lasst uns Kontakt aufnehmen mit unseren Urahnen und Ahnen und hören, ob sie etwas beizusteuern haben für die zukünftige Welt, und lasst sie mit unseren Fantasien sprechen. Mable Preach samt Team macht sich auf, verschüttete Träume zu leben, die eigenen zu entdecken und ein Zusammensein jenseits von Rassismus, Klasse und Gender auszuprobieren.

Regie: Mable Preach
Bühne: Dennis Stoecker
Kostüme: Gianna-Sophia Weise
Dramaturgie: Elvin İlhan

ca. 1 Stunde, keine Pause

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Jugendprogramm

K(no)w Black Heroes

von Mable Preach und Ensemble

für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene

Akos hat ein Raumschiff gebaut und packt gemeinsam mit ihrer Freundin Essinam die Koffer. Sie stellen sich dabei die große Frage: Was nehmen sie mit? Die Antwort ist für sie eindeutig: Die Erfindungen Schwarzer Wissenschaftler:innen – von der Ampel über Teigausrollmaschinen bis hin zur Gasmaske. Doch die beiden Freundinnen stoßen auf wichtige Fragen unserer Gegenwart: Was ist, wenn sie einen Planeten entdecken, auf dem sie landen können? Werden sie ihn kolonisieren? Ist dies mit den Erfahrungen der Vergangenheit überhaupt möglich?
Akos und Essinam sind sich sicher: Sie werden nicht einmarschieren wie die Kolonisator:innen während der Kolonialzeit. Sie wollen es besser machen und auf keinen Fall ihre eigenen kulturellen Werte, Religionen und Gesetze dem neuen Planeten auferlegen. Sie gehen also der Frage nach, was sie mit dem Wissen über Schwarze Errungenschaften im Gepäck anfangen sollen.
Mable Preach widmet sich in ihrer Stückentwicklung der Sichtbarkeitmachung Schwarzer Errungenschaften in unserer jüngeren Zeitgeschichte. Mit ihrem Ensemble vermischt sie mehrere Stilelemente, springt zwischen den Genres und orientiert sich am Afrofuturismus – von Tanz über Gesang und Quizshows können die Zuschauer:innen die beiden Charaktere auf der Reise in fremde Galaxien begleiten.

Regie: Mable Preach
Bühne: Dennis Stoecker
Kostüme: Sarah Meischein
Dramaturgie: Murat Dikenci

ca. 1 Stunde, keine Pause

für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene

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Schauspiel

Hamlet

von William Shakespeare
in einer Übersetzung von Marius von Mayenburg

„Wollen Sie ein großes Elend bewundern?“

Zeitenwende am dänischen Hof. Nach dem Tod des Königs hat sein Bruder Claudius dessen Witwe Gertrud geheiratet und die Macht an sich gerissen, um die drohende feindliche Invasion Norwegens zu verhindern. Nur der junge Prinz Hamlet kann sich nicht für die neue Ehe seiner Mutter begeistern. Er verachtet die schnelle Heirat genauso wie den bevorstehenden Kriegsausbruch, der ihn um sein Studium bringt. Auch hat die Trauer um seinen Vater Hamlet fest im Griff. Und dann erscheint ihm nachts plötzlich dessen Geist. Dieser beschuldigt seinen eigenen Bruder, ihn im Schlaf vergiftet zu haben. Prinz Hamlet ersinnt nun einen Plan, um die Anschuldigungen, die der Geist seines Vaters erhebt, zu überprüfen.
Die ungewöhnliche Verbindung von Gewalt und Selbstbefragung in Shakespeares Hamlet ist einzigartig. Regisseurin Lisa Nielebock widmet sich dieser existenziellen Verunsicherung mit größter Empathie und entfaltet dabei den überbordenden Kosmos, der von Zweifel, Ekel und Handlungsunwillen geprägt ist, aber auch vor allem die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für eine Tat stellt. Gilt es, den Aufträgen von Vater und Vaterland wirklich nachzukommen? Um jeden Preis? Was erhofft sich der Mensch durch die Erfüllung eines Versprechens? Und wie ist es möglich, dass ein Zweifel, der vielleicht sogar Widerstand ist, in Verwüstung umschlägt?
Lisa Nielebock ist seit 2014 leitende Professorin für Regie an der Universität der Künste in Essen. In Hannover inszenierte sie zuletzt Der zerbrochne Krug.

Regie: Lisa Nielebock
Bühne: Oliver Helf
Kostüme: Ute Lindenberg
Musik: Thomas Osterhoff
Dramaturgie: Mazlum Nergiz

ca. 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Werther

nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe

Werther flieht vor enttäuschter Liebe und der Welt im Allgemeinen aufs Land. Ablenkung tut Not und die Begegnung mit der Natur wird „seiner Seele köstlicher Balsam“. Doch dann trifft er auf Lotte. Lotte, das Zauberwesen, seine Seelenverwandte, ein Engel, vergöttert und gebraucht, mehr als alles in der Welt. Ein Rausch voller Glück und Schmerz durchfährt und zermartert ihn. Denn Lotte hat sich für einen anderen entschieden: Albert. Das Gegenstück zu Werther. Ein Mann des Maßes, der Regeln, der Sicherheit. Werthers Welt explodiert.
Goethes Briefroman zeigt einen modernen Helden, aufgehangen zwischen den Polen der Zerstörung und der Schöpfung. Maßlos, selbstbezogen und gegen jede Vernunft handelnd, ist er dabei dennoch konsequent und merkwürdig klarsichtig. Wahn und Wahrhaftigkeit verknüpfen sich in ihm und stellen sich uns berührend und mit bestechender Präzision dar.
Werther ist nicht nur ein Roman über die Liebe, er ist ein Gegenentwurf zu einer Welt, die auf Rationalität und Sicherheit, auf Erfolg und Berechenbarkeit setzt. Er ist ein Plädoyer für die Verschwendung, den Moment, den Glauben, die Feier, das Wagnis und den Exzess.
Lilja Rupprecht, die in ihren Arbeiten die Sprengung sowohl ästhetischer als auch inhaltlicher Sichtweisen sucht, um die Wucht des Gefühls herauszudestillieren, wird Werther inszenieren. Sie arbeitet unter anderem in Stuttgart, Berlin und Köln.

Regie: Lilja Rupprecht
Bühne: Holger Pohl
Kostüme: Geraldine Arnold
Musik: Romain Frequency
Video: Roman Kuskowski
Dramaturgie: Nora Khuon

für Jugendliche und Erwachsene ab 14 Jahren

ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Café TryOut: Winter Wonderland

Werkschau

In den neuen Café TryOuts könnt ihr unter Leitung von Studierenden in kurzer Zeit eine Inszenierung oder Werkschau erarbeiten. Die TryOuts dauern grundsätzlich nur ein paar Wochen oder wenige Monate. Wenn auch du eine Idee für ein TryOut hast, dann melde dich gerne bei uns! Anmeldung und Infos zu den Clubs bei ballhof.cafe@staatstheater-hannover.de

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Gespräch

Wir müssen reden

Gesprächsreihe mit Sascha Chaimowicz

zu Gast:
3.3.: Ingo Zamperoni
14.4.: Riccardo Simonetti
2.6.: Claudia Roth
anschließend gemeinsame Suppe im Foyer

„In was für einem Land leben wir eigentlich?“, lautet die Ausgangsfrage der neuen Gesprächsreihe Wir müssen reden am Schauspiel Hannover. Kuratiert und moderiert wird das neue Format von Sascha Chaimowicz. Er stellt mit seinen prominenten Gästen aus Politik, Journalismus und Popkultur die Realität unserer gelebten Demokratie auf den Prüfstand. Erst wird auf der Bühne des Schauspielhauses diskutiert und im Anschluss die Debatte mit dem Publikum im Foyer bei einer Suppe fortgesetzt. Die Suppe ist im Eintrittspreis enthalten.
Welche Suppe serviert wird, entscheidet im Vorfeld der jeweils eingeladene Gast. Lassen Sie sich überraschen!

In Kooperation mit der Stiftung Niedersachsen und dem Schauspiel Hannover lädt Sascha Chaimowicz bis zum Sommer 2024 an sechs Sonntagmittagen zu hitzigen Diskussionen und zum Gespräch über unser gemeinschaftliches Zusammenleben auf die große Bühne ein. Nach der abgeschlossenen Reihe ABC der Demokratie führt Wir müssen reden den Impuls zu diesem wichtigen Dialog fort.

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Lesung

Universen: Lesung FREUND:INNENSCHAFT Bahar Oghalai

Warm-Up für den Feministischen Kampftag

Eine Woche vor dem 8. März laden Qenem und die Universen ein zu einem Warm-Up für den Feministischen Kampftag. In der Lesung mit Bahar Oghalai denken wir gemeinsam über politische Freund:innenschaft nach und was diese für feministische Organisierung bedeuten kann. Anschließend laden die Universen gemeinsam mit Qenem zu einer FLINTA-Warm-Up-Party ein.

Die Lesung ist offen für alle. Die Party ist eine FLINTA-Party und ist offen für Frauen, Lesben, Inter-, Trans-, Nicht-Binäre und Agender-Personen. Karten für die Lesung sind ebenfalls gültig für die Party.

Gerechtigkeit ist das Ziel, doch mit wem ist dieses zu erreichen? Es handelt sich dabei keineswegs um eine Randfrage, die neben den angeblich zentralen politischen Diskussionen gestellt wird, sondern um ein explizit politisches Thema, das im Zentrum einer jeden sozialen Bewegung steht. Es lohnt sich hier über einen anderen Begriff der politischen Praxis nachzudenken: Freund:innenschaft. Meist ins Private verdonnert und aus dem politischen Terrain verdammt, sind Freund:innenschaften genuin politische Beziehungen, deren grundlegende Charakteristika unseren Blick auf die Welt transformieren. In Zeiten multipler Krisen und wachsender globaler Ungleichheiten verfolgt dieser Essay bereits bestehende Theorien zur Freund:innenschaft, um diese anschließend als politische Praxis produktiv zu machen.

Bahar Oghalai ist Sozialwissenschaftlerin und promoviert zu Politisierungsbiografien migrantischer Feministinnen aus dem Iran in Deutschland an der Universität Koblenz. Sie ist außerdem Dozentin an der Alice-Salomon-Hochschule und publiziert regelmäßig zu den Themen Feminismus und Migration mit einem besonderen Fokus auf Westasien/Nordafrika.

Moderation: Katharina Wisotzki, Künstlerische Leitung der Universen

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Gespräch

Wir ist Plural

Ein Abend zur Verteidigung der Migrationsgesellschaft

Eine Kooperation von Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., Spielfeld Gesellschaft e.V. und dem Schauspiel Hannover

Im vergangenen Jahr dominierte ein erschreckend rechtspopulistischer Tenor den gesellschaftspolitischen Diskurs. In seinem Windschatten wurden Gesetzesverschärfungen im Asylrecht ohne nennenswerten Protest der Zivilgesellschaft durchgewunken. Erst das Potsdamer Treffen von AfD, Werteunion u.a. und die dortige Debatten um „Remigration“ wirkten wie ein Weckruf. Die zivilgesellschaftliche Mobilisierung zur Verteidigung der Demokratie seitdem ist beeindruckend und hoffentlich nachhaltig.

In dieser Situation wollen und sollen vor allem Stimmen aus der migrantisierten Zivilgesellschaft zur Verteidigung der offenen Gesellschaft, also der Migrationsgesellschaft, gehört werden. Berenice Böhlo (RAV / ex-#unteilbar) und Bernd Kasparek (transforming solidarities / Berliner Erklärung ), Akteur:innen aus den bundesweiten Mobilisierungsprozessen, treffen auf Aktivist:innen aus der Zivilgesellschaft Niedersachsens. In postmigrantischer Vielstimmigkeit sprechen sie über ihre Arbeit, ihre Erfahrungen und ihre Vorstellungen zu einer pluralen Zukunft für alle. Ein Ermutigung-Abend in stürmischen Zeiten, der künstlerisch gerahmt und musikalisch begleitet wird von Tabitha Frehner, Yasmin Mowafek, Hajo Tuschy und Lars Erhardt.

Dabei sein werden: Lipi Mahjabin Ahmadi (iik-Hannover), Kenan Emine (Roma Center), Soschia Karimi (Iranische Aktivistin), Iyabo Kaczmarek (Unter einem Dach Hannover), Kadir Özdemir (Queerprisma), Dündar Kelloglu (Flüchtlingsrat Niedersachsen). Moderation: Feridun Öztoprak

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Schauspiel

Cumber Libre

Ensemble-Reihe

Willkommen zu Cumber Libre, der Ensemble-Reihe des Schauspiel Hannover! Ob Sing's mir, unterhaltsame Show, epische Lesung, scheue erste Entwürfe oder aufwändige Inszenierung – hier wird gezeigt, was uns zwischen Proben, Pausen und Premieren unter den Nägeln brennt! Cumber Libre lädt ein zum Verweilen, Getränke schlürfen und Diskutieren. Jeden Monat auf der Cumberlandschen Bühne und ab jetzt auch im schönsten Treppenhaus der Welt.

6. März 2024
Ein heiteres Zwischenspiel
von und mit Alban Mondschein

16. März 2024
Sing's mir
Die erste Liebe, die letzte Liebe oder der Urlaub in Italien mit den Eltern 1972? Bei welchem Song schmerzt Ihnen das Herz? Und warum? Welche Musik haben Sie im Ohr, wenn Sie an Ihre Küche denken? Wir singen für Sie! Schicken Sie uns Ihren Songwunsch und erzählen Sie uns Ihre persönliche Geschichte dazu. Schreiben Sie uns eine Mail an: singsmir@staatstheater-hannover.de. Bei Sing's mir! lesen wir Ihre Post und singen Ihre Songs.

16. April 2024
Quick&Dirty
Quick&Dirty ist Cumber Libre im Shot-Format: Die Cumberlandsche Galerie wird zur Bühne für kleine Herzenprojekte und Spielwiese für Schnapsideen aus dem Probenalltag. In gemütlicher Runde zeigen wir spontane Abende von Mitarbeitenden. Was es zu erleben gibt, bleibt eine Überraschung.

26. April 2024
Sieben Sekunden Luft
Szenische Lesung nach dem Roman von Luca Mael Milsch
Es geht schon, irgendwie, bis Selah sich entschließt, nicht mehr zu funktionieren. Geplagt von einem Gefühl der Enge und einem diffusen Unwohlsein nimmt Selah eine Auszeit vom Leben. Selah taucht ab, sucht in der Einsamkeit nach sich selbst, versucht, sich treiben zu lassen, stellt sich den Erinnerungen an eine Kindheit in einfachen, aber schwierigen Verhältnissen und ringt nach Luft im engen Korsett von Erwartungen und Konventionen.
Mit: Ingeborg Hoffmann, Helene Krüger, Vera Marx, Nils Rovira-Muñoz

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Lesung

So rückten wir unsere Stühle näher

Solidaritätslesung gegen antimuslimischen Rassismus

Antimuslimischer Rassismus ist in Deutschland allgegenwärtig, nicht zuletzt durch die Folgen vom 7. Oktober 2023 und den neuesten Enthüllungen über geheime Treffen von Rechtsextremen, sowie das Erstarken der AfD in vielen Städten. Der zunehmende Hass gegen Muslim:innen und muslimischgelesene Personen zeigt sich u.a. in politischen Diskursen, Berichterstattungen, in Institutionen und auf der Straße. Nach der Lesung Eine unwahrscheinliche Existenz im Dezember, bei der es um Antisemitismus in Deutschland aus jüdischer Perspektive ging, soll diese Veranstaltung die zweite Lesung zu diesem Themenkomplex sein. Um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen, kommen die Autor:innen Elona Beqiraj und Ozan Zakariya Keskinkılıç sowie die Ensemblemitglieder Yasmin Mowafek, Birte Leest und Hajo Tuschy für eine Solidaritätslesung zusammen. Musikalisch wird die Veranstaltung von Uğur Durmuş begleitet.

Elona Beqiraj lebt und arbeitet in Berlin. Sie gibt Workshops zur Kontinuität Rechter Gewalt in Deutschland und hat diesbezüglich am Maxim Gorki Theater unter anderem die Kunstprojekte Weil wir nicht vergessen und Solange wir erinnern geleitet, die sich einer würdevollen Erinnerungskultur widmen. In ihrem Gedichtband und wir kamen jeden sommer, der 2019 im Resonar Verlag erschienen ist, beschäftigt sie sich der Frage nach Zu- und Unzugehörigkeit in Deutschland. Zudem gibt sie Schreibworkshops, die sich ebenfalls diesen Themen widmen.

Ozan Zakariya Keskinkılıç ist Politikwissenschaftler, freier Autor und Lyriker. Er studierte in Wien, Berlin und Cambridge und lehrt und forscht an Berliner Hochschulen u. a. zu (antimuslimischem) Rassismus, Antisemitismus, Orientalismus sowie zu Erinnerung und widerständiger Kunst- und Kulturproduktion. 2021 wurde er als Mitglied der Expert:innenkommission gegen antimuslimischen Rassismus in Berlin berufen. Im Frühjahr 2023 erschien sein vielbeachtetes Buch Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes. Neben wissenschaftlichen Texten schreibt Keskinkılıç Essays, Prosa, Hörstücke und Lyrik.

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Musik

Musikalisches Café: Fluition

Eure Konzerte auf unserer Bühne!

Im Ballhof Café könnt ihr mit eurer Band zum Tanz aufspielen oder auch unplugged ganz leise Töne anschlagen. Ob Schülerband oder Studentenkombo, ob erstes Konzert oder CD-Release, bei uns könnt ihr spielen!

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Kurs

House of Many

Pulses & Pixels

Die Teilnehmer:innen des diesjährigen House of Many entwickeln im zweiten Workshop ihre Utopien weiter. Dafür verbinden sie zwei Elemente, die auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben – Tanz und Künstliche Intelligenz (KI). Sie träumen dabei von einer Zukunft, in der KI uns dabei helfen wird, eine gerechtere und schönere Zukunft zu gestalten. PULSES & PIXELS ist eine interaktive Ausstellung und Performance, in der sich junge Menschen aus der Region Hannover durch Tanz, Musik, KI und Video ausdrücken und ausprobieren.

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Konzert

Von A nach PE

Best of Songs und Satire von Pe Werner

Die Singer-Songwriterin Pe Werner präsentiert ihre Musik als kabarettistischen Liederabend und nimmt Sie mit auf ihre ganz persönliche Reise von A nach Pe. In diesem Konzertabend spinnt sie, zusammen mit ihrem kongenialen Begleiter Peter Grabinger am Flügel, ihre ebenso satirischen wie poetischen Texte und Melodien zu Gold. Spielerisch reiht die Songpoetin ihre Radiohits wie Kribbeln im Bauch an Chanson und Pop oder Swing und plaudert beherzt aus dem Nähkästchen.

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Gespräch

Universen: GESPRÄCH ZUR FEMINISTISCHEN REVOLUTION IM IRAN

anlässlich des Tags der politischen Gefangenen

Mit Lesung und Party starten wir beim feministischen WarmUp in den März. Nach dem Feministischen Kampftag am 8. März folgt am 18. März der Tag der politischen Gefangenen. Wir, die Universen, blicken gemeinsam auf die feministischen Kämpfe im Iran. Wir sind der Überzeugung, dass unsere Kämpfe miteinander verbunden sind und unser Widerstand intersektional sein muss. Wir gedenken den Kämpfer:innen, die ihr Leben im Widerstand verloren haben, und allen politischen Gefangenen. Wir trauern, doch wir feiern auch: Am 20. März feiern wir gemeinsam Eyde Nouruz. Nouruz bedeutet wörtlich übersetzt neuer Tag. Ein neuer Tag, der neue Hoffnung bringt.

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1 Kurs

Impro Café

Blitzschnelles Improvisationstheater zum Mitmachen

Bei der offenen Bühne im Ballhof Café kann jeder mitmachen und nach Publikumsvorgaben drauflos improvisieren. Spielleitung: Mitglieder der Szene 52. Das Impro Café findet einmal monatlich an einem Mittwoch statt.

Eintritt frei

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Kurs

Offene Bühne

Bring dein Talent auf die Bühne!

Im Format Offene Bühne können eure Texte, Songs und Performances zur Aufführung gebracht werden. Zeigt euer größtes Talent! Stand Up Comedy, Monologe, selbstgeschriebene oder gecoverte Songs, Trachtentanz und Jodelchor. Erlaubt ist, was Spaß macht!

Anmeldungen für die Offene Bühne bei ballhof.cafe@staatstheater-hannover.de

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Führung

Führung durch die Werkstätten

Wie entsteht ein Bühnenbild? Was macht eigentlich eine Theaterplastikerin? Und welche Arbeitsschritte sind nötig, damit im Opern- oder Schauspielhaus jeden Abend ein anderes Bühnenbild zu sehen ist?
In den Werkstätten der Staatstheater Hannover arbeiten über 70 Menschen an der Realisierung der Bühnenbilder. Von der Konstruktion und Planung über Schlosserei, Tischlerei, Tapezierwerkstatt und Malsaal versammeln die Theaterwerkstätten eine große Bandbreite an verschiedenen Berufsgruppen und Ausbildungsplätzen – in Hannovers größter Traumfabrik.
Der Werkstatt-Neubau, welcher im September 2023 im Stadtteil Bornum eröffnet, gehört zu den modernsten Theaterwerkstätten im deutschsprachigen Raum. Lassen Sie sich auf einen spannenden Rundgang mitnehmen – und werfen Sie einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen der Staatstheater.

8,00 € / für Fest-Abonnent:innen freier Eintritt

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1 Online

Mediathek

In unserer neuen Mediathek finden Sie alle digitalen Beiträge aus unserem on air-Programm: Videos, Interviews, Podcasts und Blogs – viel Spaß beim Stöbern!

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Schauspiel Hannover

Niedersächsische Staatstheater Hannover

Das Schauspiel Hannover setzt unter der Intendanz von Sonja Anders auf gesellschaftspolitisch relevante Themen und fahndet in über 30 Premieren pro Spielzeit nach neuen Utopien. Neben Klassikern prägen eine Vielzahl an Uraufführungen den Spielplan. Gespielt wird im Schauspielhaus, Cumberland, im Ballhof Eins und Zwei, aber auch an Orten jenseits der Theaterbühne.

Das Schauspielhaus mit 630 Plätzen wurde 1992 eröffnet. Dem Haus eng verbunden sind unter anderem die Regisseure Stephan Kimmig, Julia Wissert und Laura Linnenbaum. Hinzu kommen Regiehandschriften u. a. von Lilja Rupprecht, Friederike Heller, Kevin Rittberger, Anne Lenk und anderen.

Das Junge Schauspiel weitet seinen Spiel- und Wirkungsraum aus. Junge Lebenswelten sind, neben dem Ballhof, der sich in Hannovers Altstadt mit den Spielstätten Ballhof Eins und Zwei als Ort für junge Themen etabliert hat, in allen Spielstätten zu sehen, so dass sich Generationen treffen und mischen können.

Die Cumberlandsche Galerie, die bereits 1883 entstand, wird zu einem Ort der Öffnung für Künstler und Künstlerinnen aus Hannover und der Welt. Clubs, Gespräche, Partys, Lesungen, Kooperationen mit der Stadtgesellschaft finden hier Platz. Als zentrales Format lädt die künstlerische Workshop-Reihe „Universen“ Hannovers Bürger und Bürgerinnen zu einer Weiterentwicklung ihrer persönlichen Ausdrucksformen, Künsten und Sprachen ein.
Abo- und Kartenservice
(Mo–Fr 10:00–18:00 Uhr und Sa 10:00–14:00 Uhr)
Tel.: +49 511 9999 1111
E-Mail: kartenservice@staatstheater-hannover.de

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Bewertungen & Berichte Schauspiel Hannover

Aufführungen / Oper Staatsoper Hannover Hannover, Opernplatz 1
Aufführungen / Theater Schauspiel Hannover Hannover, Prinzenstr. 9
Aufführungen / Theater Scharoun Theater Wolfsburg Wolfsburg, Klieverhagen 50
Aufführungen / Varieté Cirque Bouffon 27.3. bis 28.4.2024
Aufführungen / Theater Theater in der List Hannover Hannover, Spichernstr. 13
Ereignisse / Tanz OsterTanzTage
HANNOVER
24.3. bis 1.4.2024
Aufführungen / Theater UHU-Theater Hannover Hannover, Böhmerstr. 8
Aufführungen / Aufführung THEATER AN DER GLOCKSEE
Mi, 6.3.2024, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung THEATER AN DER GLOCKSEE
Fr, 8.3.2024, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung THEATER AN DER GLOCKSEE
Sa, 9.3.2024, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung THEATER AN DER GLOCKSEE
Fr, 15.3.2024, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung THEATER AN DER GLOCKSEE
Sa, 16.3.2024, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Commedia Futura Hannover, Seilerstr. 15 F
Aufführungen / Theater die hinterbuehne Hannover, Hildesheimer Str. 39a
Aufführungen / Theater THEATER an der GLOCKSEE Hannover, Glockseestr. 35
Aufführungen / Theater Lessingtheater Wolfenbüttel Wolfenbüttel, Harztorwall 16

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