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Konzerte | Filmkonzert

Hommage à Legrand

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Musikalische Leitung und Klavier: Achim Schneider Mit Max Dollinger / Cassandra Doyle / Carmen Fuggiss / Valda Wilson Schlagzeug: Kevin Naßhan Kontrabass: Jörg Jenner Dramaturgie: Daniel Menne Moderation: Bodo Busse Der Filmmusik-Komponist und Jazzmusiker Michel Legrand (1932–2019), mehrfach Oscar- und Grammy-prämiert, schrieb unter anderem die Soundtracks zu den gefeierten Musicalfilmen Die Regenschirme von Cherbourg (1964) und Die Mädchen von Rochefort (1967) von Jacques Demy sowie die Musik zu den Film-Meisterwerken Thomas Crown ist nicht zu fassen (1968) oder Yentl (1983), in denen Stars wie Catherine Deneuve, Michel Piccoli, Gene Kelly, Nino Castelnuovo, Steve McQueen und Barbra Streisand die Hauptrollen spielten. Die Songs aus den Filmen, darunter „I will wait for you“, „The windmills of your mind“ oder „I was born in love with you“, machten Michel Legrand selbst zur Legende, seine Musik wurde von so unterschiedlichen Sängerinnen und Sängern wie Sting, Kiri Te Kanawa, Neil Diamond, Patricia Kaas, Jessye Norman, Vicky Leandros und Udo Lindenberg interpretiert. Im Konzert Hommage à Legrand lassen Ensemblemitglieder der Staatsoper die stilistisch zwischen Jazz, Chanson und Pop angesiedelten Hits erneut strahlen. Durch den Abend führt Intendant Bodo Busse, ein großer Fan und Kenner von Michel Legrand!
Konzerte | Konzert

Orchest.er.leben: Wellenlänge

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Konzept und Moderation: Siiri Niittymaa Was gibt es Schöneres, als für einen Moment dem Alltag zu entfliehen, um zusammen Musik zu hören und zu singen? Mit dem neuen Vermittlungsformat Orchest.er.leben: Wellenlänge der Staatsoper Hannover kann man ganz zwanglos und nahbar Musik erleben. Ein Streichquartett des Niedersächsischen Staatsorchesters spielt Musik von Bach bis Beatles – zum Lauschen, Mitsingen oder einfach zum Dabeisein. Wellenlänge ist ein mobiles und interaktives Konzertformat für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Die Konzerte finden direkt in Pflegeeinrichtungen und Begegnungsorten statt, dort, wo die Menschen leben. Denn Musik kann Erinnerungen wecken, Emotionen hervorrufen und Verbindung schaffen – auch dann, wenn vieles andere verloren geht. So trägt Wellenlänge zu kultureller Teilhabe im Alter bei und stellt die Frage: Wie kann Musik Verbindung schaffen, wenn Worte nicht mehr tragen? Buchung über: gruppen@staatstheater-hannover.de
Konzerte | Liederabend

Lied.Konzert: Shavleg Armasi

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Gesang: Shavleg Armasi Klavier: Julia Strelchenko Lieder aus Georgien sowie Werke von Brahms, Mussorgski und anderen Wir erleben ihn diese Saison unter anderem als König Heinrich in Wagners Lohengrin: Shavleg Armasi. Der Bassist, Freund trockenen Humors, zeigt sich im Kulturzentrum Faust aber von einer ganz anderen Seite. In seinem Lied.Konzert – zusammen mit der Pianistin Julia Strelchenko – singt Armasi unter anderem Lieder aus seiner georgischen Heimat und gibt damit tiefe Einblicke in seine persönliche Lebensgeschichte.
Konzerte | Liederabend

Lied.Konzert: Max Dollinger

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Gesang: Max Dollinger Klavier: Erik García Álvarez Lieder von Korngold, Eisler und Weill
Konzerte | Liederabend

Lied.Konzert: Peter Schöne

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Gesang: Peter Schöne Klavier: Jan Philip Schulze Lieder von Lütge, Pavlotskaya, van Eijden und anderen Ein weißer Mann im Frack steht vorne an der Bühne — in der Aushöhlung eines großen, schwarzen Steinway-Flügels. Der Mann im Frack stützt sich mit der rechten Hand ab. Die älteren Herrschaften im Publikum räuspern sich noch ein wenig zurecht. Draußen ist es kalt. Das Klavier erklingt. Wiederholte Akkorde in d-Moll, ein abfallendes Motiv, sorgenvoll. „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus.“ All das ist wunderbar und soll immer so bleiben! Denn wir alle lieben Franz Schuberts Winterreise — wie auch Robert Schumanns Dichterliebe und Hugo Wolfs Italienisches Liederbuch. Und genau diese Zyklen sollen in unserer neuen Reihe erklingen. Aber auch anderes. Nicht „nur“ zwangsläufig klassisch-romantisches Kunstlied des 19. Jahrhunderts, sondern das, was die Mitglieder unseres Gesangsensembles von zuhause mitbringen, was sie geprägt hat, was sie lieben. Vom bulgarischen Hirtengesang über gesungene finnische Tangos … dann doch wieder zurück zum Ausgangspunkt, zur Winterreise. Um die Buntheit des Ganzen zu verstärken, treffen wir uns für jede Veranstaltung, jedes Lied.Konzert an einem anderen Ort in Hannover. Herzlich willkommen sind Sie überall in unserer Stadt, deren Orte wir im Zeichen von Liedern und anderen Vokal-Kompositionen mit Klang füllen werden.
Konzerte | Konzert

Lied.Konzert: Beatriz Miranda

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Wien um 1900. Lieder von Wolf, Marx und Korngold Ein weißer Mann im Frack steht vorne an der Bühne — in der Aushöhlung eines großen, schwarzen Steinway-Flügels. Der Mann im Frack stützt sich mit der rechten Hand ab. Die älteren Herrschaften im Publikum räuspern sich noch ein wenig zurecht. Draußen ist es kalt. Das Klavier erklingt. Wiederholte Akkorde in d-Moll, ein abfallendes Motiv, sorgenvoll. „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus.“ All das ist wunderbar und soll immer so bleiben! Denn wir alle lieben Franz Schuberts Winterreise — wie auch Robert Schumanns Dichterliebe und Hugo Wolfs Italienisches Liederbuch. Und genau diese Zyklen sollen in unserer neuen Reihe erklingen. Aber auch anderes. Nicht „nur“ zwangsläufig klassisch-romantisches Kunstlied des 19. Jahrhunderts, sondern das, was die Mitglieder unseres Gesangsensembles von zuhause mitbringen, was sie geprägt hat, was sie lieben. Vom bulgarischen Hirtengesang über gesungene finnische Tangos … dann doch wieder zurück zum Ausgangspunkt, zur Winterreise. Um die Buntheit des Ganzen zu verstärken, treffen wir uns für jede Veranstaltung, jedes Lied.Konzert an einem anderen Ort in Hannover. Herzlich willkommen sind Sie überall in unserer Stadt, deren Orte wir im Zeichen von Liedern und anderen Vokal-Kompositionen mit Klang füllen werden.
Konzerte | Szenisches Konzert

Opera Reimagened

Staatsoper Hannover

Szenisches Konzert mit Uraufführungen musiktheatralischer Werke von Nachwuchskomponist:innen Opera Reimagined ist ein Projekt, das kurze musiktheatralische Kompositionen mehrerer Nachwuchskomponist:innen im Rahmen einer abendfüllenden Veranstaltung präsentiert. Diese jungen Talente haben bereits ihre Instrumentalwerke im Rahmen des Nachwuchsprogramms von Musik 21 Niedersachsen unter der Leitung von Snezana Nesic und Daniel Moreira erfolgreich dem niedersächsischen Publikum vorgestellt. In diesem musiktheatralischen Projekt befassen sie sich insbesondere mit existenziellen und aktuellen politischen Themen, wobei Begriffe wie „Identität“ und „Zukunft“ im Fokus stehen werden. Das Projekt wirft zudem einen kritischen Blick auf die Konsumgesellschaft, künstliche Intelligenz und Digitalisierung, und dies sowohl unter tragischer als auch komischer Perspektive.
Konzerte | Neue Musik

Songs for the end of the world

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Kuss-Quartett Sopran, Moderation: Sarah Maria Sun Sara Glojnarić: Songs for the end of the world für Streichquartett, Stimme, DigitAize-Sensoren und drahtlose Kopfhörer „Mich interessiert, ob es möglich ist, eine Brücke zu bauen zwischen der Macht, die Popmusik hat, der Direktheit der darstellenden Kunst und der Ästhetik und Qualität der Neuen Musik.“ Sara Glojnaric In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 kollidiert die RMS-Titanic mit einem Eisberg. Die Band des Ozeandampfers spielte bis zu ihrem Untergang — so die Erzählungen. Alle Musiker sterben. Bis heute ranken sich Legenden um die Band: Spielten sie wirklich bis zum Ende und was war ihr letztes Lied? Songs for the end of the world ist ein Kopfhörer-Konzert, das in der Form eines experimentellen Podcast die Faszination für das Titanic-Unglück und den Mythos rund um deren Band zum Ausgang nimmt, um sich mit der Bedeutung von Musik in dunklen Zeiten auseinanderzusetzen. Was ist Musik für das Überleben oder für das Ende? Was wäre deine Musik für das Ende der Welt?
Konzerte | Konzert

Siebtes Sinfoniekonzert:
Stephan Zilias / Camilla Nylund / Stefan Zientek

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Dirigent: Stephan Zilias Sopran: Camilla Nylund Violine: Stefan Zientek Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61 (1806) Richard Strauss: Auszüge aus Capriccio (1942) Hannah Eisendle: Azinheira (2024), Deutsche Erstaufführung Richard Strauss: Vier letzte Lieder (1948) „Du kennst mich wieder, du lockst mich zart, es zittert durch all meine Glieder deine selige Gegenwart.“ Die diesjährige Residenzkünstlerin Camilla Nylund steht in Stephan Zilias letztem Sinfoniekonzert als Generalmusikdirektor auf der Bühne — Rückblick und Abschied liegen da in der Luft, aber nicht nur! Für Rückblick und Abschied stehen die verhangenen, wie sich auflichtenden Vier letzten Lieder von Richard Strauss. Die deutsche Erstaufführung eines Orchesterwerks der jungen österreichischen Komponistin Hannah Eisendle bildet symbolisch den Neuanfang, wie auch die Darbietung des Konzertmeisters des Niedersächsischen Sinfonieorchesters Hannover — Stefan Zientek — als Solist in Ludwig van Beethovens Violinkonzert, das im Dezember 1806 in Wien vom Geiger Franz Clement uraufgeführt wurde; wie ein Wiener Kritiker notierte: „vortrefflich“, voller „Kunst und Anmuth“ und mit „Stärke und Sicherheit auf der Violin“. Richard Strauss „Konverstationsstück für Musik“ Capriccio ist selbst eine „Rückschau auf die Musikgeschichte“ — und in diesem Fall eine auf die bisherige Lebensgeschichte von Nylund und unserer Staatsoper selbst. Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Konzerte | Konzert

Komponistinnen 2 x hören

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Flöte: Bernadette Schachschal Violoncello: Lukas Helbig Klavier: Maria Lebed Moderation: Arno Lücker Louise Farrenc: Trio für Flöte, Violoncello und Klavier e-Moll op. 45 (1856) Komponistinnen 2× hören funktioniert mit einfachen Mitteln und durch ein frappierend einfaches Konzept, moderiert von Dramaturg Arno Lücker. Nach einem etwa 20-minütigen Komponistinnen-Stück kommt es zu einer Gesprächssituation, in der wir in das Werk mittels plastischer Live-Beispiele- und Erläuterungen eintauchen. Anschließend hören wir das Werk noch einmal. Ohne Pause, ohne Programmheft, ohne Adorno! Der Gesprächsteil beginnt mit einem kurzen biografischen Abriss der Komponistin: Welche Kämpfe hatte die jeweilige Künstlerin als komponierende Frau in ihrer Zeit auszufechten? Und wie hat sie diese Kämpfe gewonnen? Im Hauptteil des Gesprächs leuchten wir präzise und unterhaltsam in das Werk selbst hinein. Wir deuten auf bestimmte Stellen hin, etwa auf Klangschichtungen oder schöne / ungewöhnliche / mutige / verrückte Themenverarbeitungen. Und: Worauf kann man sich beim zweiten Hören besonders freuen? Was sind die Herausforderungen dieses Werkes für die Musikerinnen und Musiker? Mit der zweiten Interpretation sorgen wir dafür, dass wir uns in diese Musik gemeinsam nachhaltig „einhören“ können. Ein bleibendes, tiefes Konzerterlebnis. So werden die Partituren komponierender Frauen endlich zu Stammgästen im Konzertsaal!
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Achtes Sinfoniekonzert:
Mario Hartmuth / Antje Weithaas

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Dirigent: Mario Hartmuth Violine: Antje Weithaas Johann Sebastian Bach: Auszüge aus Die Kunst der Fuge BWV 1080 (1742 – 49) Alban Berg: Konzert für Violine und Orchester „Dem Andenken eines Engels“ (1935) Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93 (1953) „Was kann als menschliche Emotion gelten? Doch bitte nicht nur Traurigkeit und Tragödie! Hat nicht auch das Lachen Anspruch auf diesen hehren Titel? Ich möchte für das legitime Recht auf das Lachen in der vermeintlich Ernsten Musik kämpfen!“ Johann Sebastian Bach hatte einen musikalischen Nachnamen: Alle Buchstaben seines Familiennamens existieren als Töne (B-A-C-H). Dmitri Schostakowitsch verehrte Bach, was sich in der Komposition der 24 Präludien und Fugen op. 87 zum „Bach-Jahr“ 1950 niederschlug, die Schostakowitsch also etwa zwei Jahre vor seiner 10. Sinfonie zu Papier brachte. Mit der Musikalität von Schostakowitschs Namen ist es eigentlich nicht so weit her. Trotzdem wagte er gerne und häufig die Anwendung seines „musikalischen Autogramms“ in seinen Werken — jeweils in der Initialen-Form D-(E)S-C-H. In der Sinfonie Nr. 10 baut Schostakowitsch seine musikalischen Initialen immer wieder ein; ein Ausdruck dafür, wie wichtig die Sinfonie für ihn selbst war. Doch ist sein Opus 93 viel mehr als nur ein „Selbstporträt“. Häufig wird die Komposition als tönendes Porträt der Stalin-Jahre und Schostakowitschs Auseinandersetzung mit Stalin interpretiert — und ist doch so viel mehr als „nur“ politisch. Ins Private zielt Alban Bergs Konzert für Violine und Orchester, das der Komponist der 18-jährig an Kinderlähmung verstorbenen Tochter von Alma Mahler-Werfel und Walter Gropius widmete. Berg zitiert hierin aus der Bach-Kantate O Ewigkeit, du Donnerwort und bringt am Ende die Töne B-A-C-H prominent an. Im letzten Sinfoniekonzert der Saison beginnen wir allerdings ganz von vorn. Mit Bachs eigener B-A-C-H-durchwobener Kunst der Fuge. Zurück zu den Ursprüngen. Zurück zum reinen Fließen der Töne. Aus den Instrumenten heraus. Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Konzerte | Konzert

Komponistinnen 2 x hören

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Violine: Yaroslav Bronzey / Marco Polizzi Viola: Jungmin Lim Violoncello Lukas Helbig Moderation: Christian Förnzler Amy Beach: Streichquartett (1921 – 29) Komponistinnen 2× hören funktioniert mit einfachen Mitteln und durch ein frappierend einfaches Konzept, moderiert von Dramaturg Arno Lücker. Nach einem etwa 20-minütigen Komponistinnen-Stück kommt es zu einer Gesprächssituation, in der wir in das Werk mittels plastischer Live-Beispiele- und Erläuterungen eintauchen. Anschließend hören wir das Werk noch einmal. Ohne Pause, ohne Programmheft, ohne Adorno! Der Gesprächsteil beginnt mit einem kurzen biografischen Abriss der Komponistin: Welche Kämpfe hatte die jeweilige Künstlerin als komponierende Frau in ihrer Zeit auszufechten? Und wie hat sie diese Kämpfe gewonnen? Im Hauptteil des Gesprächs leuchten wir präzise und unterhaltsam in das Werk selbst hinein. Wir deuten auf bestimmte Stellen hin, etwa auf Klangschichtungen oder schöne / ungewöhnliche / mutige / verrückte Themenverarbeitungen. Und: Worauf kann man sich beim zweiten Hören besonders freuen? Was sind die Herausforderungen dieses Werkes für die Musikerinnen und Musiker? Mit der zweiten Interpretation sorgen wir dafür, dass wir uns in diese Musik gemeinsam nachhaltig „einhören“ können. Ein bleibendes, tiefes Konzerterlebnis. So werden die Partituren komponierender Frauen endlich zu Stammgästen im Konzertsaal!
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Sechtes Sinfoniekonzert:
Stephan Zilias

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Dirigent: Stephan Zilias Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll (1903 / 04) „We’re just waiting for the hammer to fall.“ Die zwei - respektive (je nach Version) drei - Hammerschläge im Finale von Gustav Mahlers 6. Sinfonie sorgten und sorgen für viele Diskussionen: Wofür stehen sie? Welche Schicksalsschläge stehen hinter diesen symbolischen Kanonaden orchestraler Geräusch-Lust? Ein Holz- Klotz, der an einem Holz-Stab — hoffentlich gut — befestigt ist und auf eine Holz-Resonanzkiste geschlagen wird: „Hat so etwas in sinfonischer Musik was zu suchen?“ — so fragte sich vielleicht das Publikum nach der Uraufführung am 27. Mai 1906 im Saalbau Essen. Heute wissen wir, wie und wie sehr zu Recht diese Musik in den sinfonischen Konzert-Kanon kam. Durch bloße Qualität, durch den überbordenden Mut und die Originalität Mahlers — und durch die Mahler-Vermittlung Leonard Bernsteins nach der Shoah und dem Zweiten Weltkrieg. Fest steht: „In der 6. Sinfonie hört der Spaß auf, und zwar mit einer Entschiedenheit, die vielleicht an Grenzen des künstlerisch Darstellbaren, gar des Kunstfähigen stößt.“ So drückte es Mathias Hansen aus. Mahler-Biograf Jens Malte Fischer stößt ins gleiche Horn: „Man konnte sich offensichtlich nicht vorstellen, dass ein Komponist so etwas bitterernst meint.“ All dies ist wichtig für die Musik Mahlers. Der Alltag, die Widrigkeiten des Lebens, die Kontraste in der Musik, die hin- und herschwingenden Emotionen. Zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Ein Werk, dem jeder Mensch einmal begegnen sollte.
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Viertes Sinfoniekonzert:
Jonathan Darlington / Haesue Lee

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Dirigent: Jonathan Darlington Viola: Haesue Lee Elizabeth Maconchy: Nocturne (1951) William Walton: Konzert für Viola und Orchester (1928 – 29 / 1961) Edward Elgar: Enigma-Variationen op. 36 (1898) „Jeder Engländer ist eine Insel.“ Ungefähr in der Mitte Englands befinden sich die Ortschaften Worcester und Lapworth, die nur durch knapp 50 Kilometer links zu befahrender Straße getrennt werden. In Worcester wurde Edward Elgar geboren. Und in Lapworth kam der Dirigent Jonathan Darlington zur Welt. Wie passend, dass Darlington mit Elgars großartigen Enigma-Variationen zu uns ins ehemalige Königreich Hannover anreist. Warmherzig, lyrisch, witzig — und am Ende hymnisch: Die Enigma-Variationen gehören zum originellsten Repertoire des späten 19. Jahrhunderts. Eine Freude für alle Zuhörenden, ein Fest für das Orchester. Mit Elizabeth Maconchy, die aus der Nähe von London stammte, und William Walton aus dem weiter nördlichen Oldham bringt Darlington gleich zwei weitere komponierende Landsleute an seiner Seite mit. Der Schaffenskatalog von Elizabeth Maconchy ist reichhaltig. Sie komponierte Opern für Kinder und Erwachsene, Solo-Konzerte, ganze 13 Streichquartette — und Orchesterwerke, darunter das 1951 entstandene Nocturne, das wie eine Bruckner-Sinfonie beginnt: Liegeflächen, darüber kreisende Begleitmotive, klagende Laute. Spannende, breitangelegte Orchestermusik! Das Konzert für Viola und Orchester von William Walton gehört zu den beliebtesten Bratschenkonzerten überhaupt. Ganz ähnlich wie das Nocturne von Maconchy hebt das Stück mit einem Halbton an, elegisch, zunächst skeptisch. Nach wenigen Momenten kommt die Solo-Bratsche dazu und berichtet uns Näheres zum aktuellen Gefühlszustand. Noch zurückhaltend, ohne Heftigkeiten. Ganz die feine englische Art eben. Einführung: 45 Minuten vor Beginn
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Neujahrskonzert: "Welcome 1926!"

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Musikalische Leitung: Stephan Zilias Moderation: Bodo Busse / Arno Lücker Mit: Carmen Fuggiss / Olga Jelínková / Xavier Moreno / Valda Wilson 1926 war eines der wichtigsten Jahre der Musikgeschichte: Die vielen musikalischen Stile der „Goldenen Zwanziger“ klatschten legendär bunt aufeinander. Die posthume Uraufführung von Giacomo Puccinis Turandot, die beste Zeit von Emmerich Kálmán und Co. — und der junge Dmitri Schostakowitsch präsentierte drüben in Sankt Petersburg seine allererste Sinfonie. Wir feiern das Jahr 1926, exakt 100 Jahre danach. Mit Werken, die 1926 uraufgeführt wurden — oder solchen, die 1926 auf dem Spielplan in Hannover standen. Das einzigartige Konzert wird launig moderiert von unserem Intendanten Bodo Busse und dem Dramaturgen Arno Lücker an seiner Seite.
Konzerte | Konzert

Weihnachtskonzert in Herrenhausen

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Musikalische Leitung und Violine: Antje Weithaas Igor Strawinsky (1882-1971): Pulcinella-Suite Joseph Haydn (1732-1809): Violinkonzert Nr. 3 A-Dur Hob. VII a:3 („Melker Konzert“) Sinfonie Nr. 83 g-Moll Hob I:83 („Die Henne“) Barock von 1920 eröffnet dieses Konzert: Mit dem Ballett Pulcinella widmete sich Igor Strawinsky nicht nur einem Stoff der italienischen Stegreifkomödie von 1700, sondern greift auch Musik des früheren 18. Jahrhunderts auf. Strawinskys Musik zu der rustikalen Komödie begeistert vom ersten Takt mit Humor und Überraschungen. Die Beinamen zu Joseph Haydns Kompositionen stammen selten vom Komponisten und führen oft in die Irre: So verweist der Beiname „Melker Konzert“ nicht etwa auf milchwirtschaftliche Tätigkeiten, sondern auf das Notenarchiv im Benediktinerstift Melk, in dem eine Abschrift des Konzerts aufbewahrt wird. Auch geht es in der Sinfonie mit dem Beinamen „Die Henne“ nicht um munteres Federvieh, sondern um Kontraste und Spannungen, die sich im Finale in Fröhlichkeit auflösen – wie in einer guten Komödie. Die international gefeierte Geigerin Antje Weithaas ist in diesem Konzert nicht nur als Solistin, sondern auch als musikalische Leiterin zu erleben. Am Samstag, 20.12.2025 spielt das Orchester zugunsten der Stiftung Niedersächsisches Staatsorchester Hannover.
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Drittes Sinfoniekonzert:
Francesco Angelico / Tatjana Ruhland

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Dirigent: Francesco Angelico Flöte: Tatjana Ruhland Luigi Dallapiccola: Variationen für Orchester (1954) Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Flöte und Orchester G-Dur KV 313 (1777) Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 (1885) „Wie ein dunkler Brunnen ist dieses Finale; je länger man hineinschaut, desto mehr und hellere Sterne glänzen uns entgegen. “ Die Musik des Italieners Luigi Dallapiccola ist avantgardistisch und hochoriginell. Ihn verbindet mehr mit Johannes Brahms, dessen erdige Sinfonie Nr. 4 in dem von Francesco Angelico dirigierten Konzert ebenfalls erklingt, als es zunächst scheint! Dallapiccola und Brahms eint die Liebe zum Variieren, zum Befragen und verändernden Anordnen der Töne bei Orientierung an der Grundstruktur. Das Gerüst der Variazioni per Orchestra von Dallapiccola bildet dabei das berühmte, auf Johann Sebastian Bach rekurrierende Ton-Monogramm „B-A-C-H“. Brütend-schaukelnd erklingt es am Anfang noch in der Gestalt „es-d-f-e“. Dann drängen einige Instrumente, wollen schier aus sich heraus. Irgendwann reicht es dem Orchester: Witzigwütend schmettert es von der Blechbläser-Seite aus herüber. Blechbläser spielen auch in der e-Moll-Sinfonie von Brahms eine bedeutende Rolle, nicht zuletzt im abschließenden Satz mit dem denkwürdigen Posaunen- Choral. Zuvor führt uns Brahms in seiner letzten Sinfonie seine meisterhaft beherrschte Kunst des ständigen Variierens, Erfüllens, des leidenschaftlich-mitreißenden Sinfonie-Gestaltens vor. Brahms „malt“ eine Partitur, die immer interessant bleibt, die alle Facetten des menschlichen Lebens — trotz aller lebensweltunabhängiger Absolutheit dieser Musik — zum Thema zu haben scheint. Ein Programm für Fans tiefgründigster Orchesterkunst, die mit ihren schönen kammermusikalischen Lichtungen umso nachhaltiger wirkt. Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Konzerte | Konzert

Fünftes Sinfoniekonzert:
Matthias Foremny

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Dirigent: Matthias Foremny Emilie Mayer: Ouvertüre zu Faust op. 46 (1880) Igor Strawinsky: Der Feuervogel. Suite (1919) Antonín Dvořák (1841 – 1904): Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70 (1885) „Man erkennet seine Manier sogleich an den ersten Takten.“ Emilie Mayer war eine sehr erfolgreiche Komponistin ihrer Zeit. Die aus Mecklenburg stammende Mayer zählte beispielsweise den Balladen-König Carl Loewe in Stettin zu ihren Lehrern. Weitere Studien betrieb sie ab 1847 in Berlin, wo mehrere ihrer Sinfonien zur Uraufführung kamen. Ein Paradestück ist auch ihre Ouvertüre zu „Faust“. Das Werk entstand 1880, ganz am Ende ihres Lebens; sie starb hochbetagt 1883 in Berlin. Die Faust-Ouvertüre klingt nach deutscher Dunkelromantik, ein bisschen nach Schuberts Unvollendeter – und dreht dann majestätisch auf. Igor Strawinsky komponierte 1910 seine Ballettmusik Der Feuervogel – neben Le Sacre du printemps und Petruschka einer seiner großen Hits. Unglaublich virtuos instrumentiert, mitreißend; ein Fest für Publikum und Orchester. Zum großen Erfolg wurde auch Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 7 d-Moll, die 1885 in London uraufgeführt wurde. Ein leidenschaftlich-kämpferisches Stück Musik voller böhmischer Folklore-Anklänge. Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Konzerte | Kammerkonzert

Achtes Kammerkonzert

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Flöte: Bernadette Schachschal Violoncello: Lukas Helbig Klavier: Maria Lebed Johann Nepomuk Hummel: Trio für Flöte, Violoncello und Klavier A-Dur op. 78 (ca. 1818) Cécile Chaminade: Trio für Violine, Violoncello und Klavier Nr. 2 a-Moll op. 34 (1887) Charles Lefèbvre: Ballade für Flöte, Violoncello und Klavier (1908) Louise Farrenc: Trio für Flöte, Violoncello und Klavier e-Moll op. 45 (1856) „In ihren Anfängen war alle Musik reine ‚Kammermusik‘, das heißt, sie war für einen kleinen Raum und ein kleines Publikum gedacht.“ Gustav Mahler Die Mitglieder unseres Orchesters präsentieren sich mit Kammermusik! Hören Sie leidenschaftlich und fein kuratierte Programme, in denen wir bekanntes Repertoire mit absolut entdeckenswerten Werken von Komponistinnen kombinieren. Hin zu einer neuen Selbstverständlichkeit, hin zu einer neuen, echten Vielfalt!
Konzerte | Konzert

Komponistinnen 2 x hören

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Violine: Anna-Maria Brödel / Yoojung Kwak Viola: Anne-Caroline Thies Violoncello: Marion Zander Moderation: Arno Lücker Caroline Shaw: Entr’acte (2011) Komponistinnen 2× hören funktioniert mit einfachen Mitteln und durch ein frappierend einfaches Konzept, moderiert von Dramaturg Arno Lücker. Nach einem etwa 20-minütigen Komponistinnen-Stück kommt es zu einer Gesprächssituation, in der wir in das Werk mittels plastischer Live-Beispiele- und Erläuterungen eintauchen. Anschließend hören wir das Werk noch einmal. Ohne Pause, ohne Programmheft, ohne Adorno! Der Gesprächsteil beginnt mit einem kurzen biografischen Abriss der Komponistin: Welche Kämpfe hatte die jeweilige Künstlerin als komponierende Frau in ihrer Zeit auszufechten? Und wie hat sie diese Kämpfe gewonnen? Im Hauptteil des Gesprächs leuchten wir präzise und unterhaltsam in das Werk selbst hinein. Wir deuten auf bestimmte Stellen hin, etwa auf Klangschichtungen oder schöne / ungewöhnliche / mutige / verrückte Themenverarbeitungen. Und: Worauf kann man sich beim zweiten Hören besonders freuen? Was sind die Herausforderungen dieses Werkes für die Musikerinnen und Musiker? Mit der zweiten Interpretation sorgen wir dafür, dass wir uns in diese Musik gemeinsam nachhaltig „einhören“ können. Ein bleibendes, tiefes Konzerterlebnis. So werden die Partituren komponierender Frauen endlich zu Stammgästen im Konzertsaal!

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